Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Martin Ahrends

Verlorenwasser

Göttinger Sudelblätter

Cover: Verlorenwasser

Wallstein Verlag, Göttingen 2000
ISBN-10 3892444021
ISBN-13 9783892444022
Kartoniert, 42 Seiten, 14,32 EUR

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Klappentext

Anna Eisners Aufstieg in der DDR-Gesellschaft und der Abstieg nach der Trennung von ihrem Stasi-Ehemann - geschildert in der eindringlichen Sprache eines Berichts. Zur Reihe: Anknüpfend an die literarische und ästhetische Tradition der Aufklärung erscheinen seit 1990 im Wallstein Verlag die "Göttinger Sudelblätter". Herausgeber dieser Buchreihe in Heftform ist der Literaturkritiker und Schriftsteller Heinz Ludwig Arnold. Die Reihe ist zeitgenössischer Prosa und kritischer Essayistik vorbehalten und erscheint in lockerer Folge von ca. drei Heften im Jahr.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.09.2000

Als "nachdenkenswerte Lektüre, geeignet auch zur Vorbereitung auf den nun schon zehnten Jahrestag der noch immer unvollendeten deutschen Einheit" bezeichnet der Rezensent Wolfgang Werth diese Stasi-Geschichte. Martin Ahrends gehe es nicht um den Einzelfall, sondern ums Ganze, so fasst der Rezensent die Haltung des Autoren, der unter Pseudonym schreibt, zusammen. Ahrends erzähle die wechselvolle Beziehung Anna Eisner zur Stasi, die sie in Gestalt ihres Schwiegervaters zunächst mit Privilegien versorgte, später dann aber als "politische Gegnerin" verfolgte. Im Roman erzähle Anna ihre Lebensgeschichte einer zufälligen Westbekanntschaft - die Anonymität der Situation macht sie sehr offenherzig - auf einer Montagsdemo. In der Realität habe Anna ihm selbst anvertraut, so Ahrends in seinem Nachwort. Ohne ausdrücklich Stellung zu beziehen, spürt man doch in Werths Nacherzählung der Geschichte, wie beeindruckt er davon war.

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