Aus dem Archiv

Martha Gellhorn

Das Gesicht des Krieges

Reportagen 1937-1987
Cover: Das Gesicht des Krieges
Dörlemann Verlag, Zürich 2012
ISBN 9783908777779
Gebunden, 568 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Hans-Ulrich Möhring. Vom Spanischen Bürgerkrieg, den sie gemeinsam mit Ernest Hemingway erlebte, über den Zweiten Weltkrieg mit der Befreiung Dachaus und den Krieg in Vietnam bis zum Krieg in Nicaragua berichtete Martha Gellhorn fünfzig Jahre lang von nahezu jedem Schlachtfeld dieser Erde. Sie scherte sich dabei nicht um Kugelhagel oder Bombendetonationen, geschweige denn um militärische Strategien, ihr Augenmerk galt allein der leidenden Zivilbevölkerung, deren Elend sie eindrücklich festhielt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.02.2013

Als sehr lesenswert und liebevoll gestaltet bezeichnet Joachim Käppner dieses Buch mit Reportagen der amerikanischen Kriegsreporterin Martha Gellhorn aus den Jahren 1937 bis 1987. Wie Gellhorn von den Kriegs- und Krisenschauplätzen der Welt, auch den vergessenen, aus Spanien, China, Vietnam usw. berichtet, nah am Geschehen, moralisch integer, mutig, katapultiert sie laut Käppner locker aus dem Schatten ihres Gatten Ernest Hemingway heraus.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.01.2013

Beeindruckt zeigt sich Angela Schader von dieser Neuedition von Martha Gellhorns Kriegsreportagen. Sie zählt die amerikanische Schriftstellerin und Journalistin (1908-1998) zu den bedeutendsten Kriegsberichterstattern des 20. Jahrhundert. Die jetzt vorliegende Neuauflage von "Das Gesicht des Kriegs" bietet nach Auskunft der Rezensentin neben einer überarbeiteten Übersetzung auch ergänzende Einführungen in die Reportagen, die ein halbes Jahrhundert der Kriege überall auf der Welt umfassen. Die Texte findet Schader klug, scharfsinnig, oft knapp skizziert und meist höchst instruktiv. Bei aller Ernüchterung durch den Schrecken des Kriegs spürt sie immer wieder auch die Leidenschaft der Autorin, der sie einen "klaren, humanen Blick" attestiert. Die Schilderungen von zerbombten Städten, Lazaretten, verwüsteten Frontabschnitten, des Leids und des Leidens sind ihr merklich nahe gegangen. Das Fazit der Rezensentin: eine Lektüre, die den Leser fordert, aber auch belohnt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.09.2012

Martha Gellhorns Kriegsreportagen sind ein spannender Blick in eine vergangene Zeit der Kriegsgeschichte, in der eine Parteinahme noch leichter fiel als heute, stellt Klaus Bittermann fest, für den sich heutige Kriege mit Herfried Münklers Buch "Die neuen Kriege" als "Diffusion der Gewalt" darstellen. Gellhorns Texte hingegen künden noch von Kriegen mit klar benennbaren Aggressoren und eindeutig identifizierbarem Expansionsstreben, berichtet der Rezensent, der auch das Lamento der Autorin, dass die Presse (entgegen den Ansprüchen der Autorin an ihre Reportagen) in den Kriegen keine Rolle spiele, nach Erfahrungen aus jüngeren Kriegen für "obsolet" hält.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.08.2012

Sabine Vogel zieht aus den Kriegsreportagen der großen Reporterin Martha Gellhorn vor allem die allgemeine Klage über die Unmenschlichkeit des Krieges. Auf die so berühmten wie beeindruckenden Reportagen aus dem Spanischem Bürgerkrieg oder Zweiten Weltkrieg geht Vogel nicht ein. Was die Rezensentin an dem Band interessiert, ist Gellhorns Parteinahme für die unbeteiligte Zivilbevölkerung, für Waisen, Flüchtlinge und Verletzte, den "Horror des Kriegsalltags". Das beeindruckt Vogel umso mehr, als Gellhorn "lapidar, nüchtern" erzählt.

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Martha Gellhorn

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