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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Marlen Haushofer

Die Tapetentür

Roman

Cover: Die Tapetentür

Zsolnay Verlag, Wien 2000
ISBN-10 3552049584
ISBN-13 9783552049581
Gebunden, 197 Seiten, 17,38 EUR

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Klappentext

Mit einem Nachwort von Manuela Reichart. Der Roman "Die Tapetentür", 1957 erstmals erschienen, handelt von Liebe und Traurigkeit, der Einsamkeit und dem Bekenntnis zum Leid. Annette lebt allein. Eine kurze Ehe hat kaum Spuren hinterlassen. Seither gibt es andere Männer, alle bedeutungslos: »Immer fing es so an, zuerst die Langeweile, dann der Ärger und schließlich ein zufälliges Ende.« Annette vergräbt sich in ihren Beruf als Bibliothekarin. Erst als sie den Juristen Gregor Xanther kennenlernt und die beiden gemeinsam eine Familie gründen wollen, scheint sie Sicherheit und seelische Geborgenheit zu finden. Die Totgeburt ihres Kindes läßt sie jedoch auch in dieser Beziehung den Halt verlieren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2000

Im dreißigsten Todesjahr der Autorin ist ihr Roman "Die Tapetentür" in einer Neuausgabe erschienen. Günther Stocker kommt in seinem ausführlichen Porträt Marlen Haushofers auf diesen Roman zu sprechen. Wir in vielen ihrer anderen Romane sehe die Protagonistin sich hier mit einer Wand konfrontiert. Diese sei im Werk der Autorin stets Zeichen für Ausgrenzung und Schutz zugleich. Im "eigenständigen Diskurs zur Geschlechterfrage", den das Werk Haushofers darstellt, erscheinen Männer stets als verständnislos; was sie an der Frau nicht "mit Händen greifen" können, interessiere sie nicht. Das Verstörende an den Romanen der Autorin (mit Ausnahme von "Die Wand") sei, dass aus der Einsicht der Heldinnen in ihre verzweifelte Lage kein Impuls zur Befreiung erfolge. Dafür könne auch die Hauptfigur von "Die Tapetentür" beispielhaft stehen: sie gehe ihre Beziehung bereits im Bewusstein des letztlichen Scheiterns ein.

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