Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Mark Twain

Bummel durch Europa

4 CDs

Cover: Bummel durch Europa

DHV - Der Hörverlag, München 2005
ISBN-10 3899401530
ISBN-13 9783899401530
CD, 27,95 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

4 CDs mit 266 Minuten Laufzeit. Gesprochen von Rufus Beck. 1878 unternahm Mark Twain eine Reise durch Europa, die ihn nach Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich und Italien führte. Eine Reise zu Fuß sollte es werden, doch schon nach einigen Kapiteln kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Wandern als Fortbewegung eher die Ausnahme ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.06.2005

Martin Z. Schröders Besprechung dieses Hörbuchs ist ein einziges Kopfschütteln, und das beginnt, bevor er auch nur eine Silbe gehört hat, nämlich bei der Lektüre des Schachteltextes, in dem behauptet wird, es handele sich um eine "autorisierte Lesefassung", was aufgrund der Tatsache, dass Mark Twain schlicht tot ist, arg leicht als Schwindelei zu durchschauen ist. Beim Hören dann wird es mit dem Kopfschütteln leider auch nicht besser. Der Text sei auf nicht nachvollziehbare Weise gekürzt, meint Schröder; so sei zum Beispiel ausgerechnet die berühmte Stelle gestrichen worden, in der sich Twain in aller Ausführlichkeit über die deutsche Sprache mokiert. Auch Rufus Beck als Vorleser findet nicht im geringsten sein Einverständnis. Zum einen, weil seine Stimme "keinen vollen Klang" habe und er fürchterlich nuschele. Zum anderen und fast noch schlimmer, weil er ständig das "R" rolle, um die Ironie des Textes deutlich zu machen. Doch wie der Rezensent feststellt: "Eine ironische Sprechweise ist plump. Das ist ja der Witz an der Ironie."

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2005

1880 erschien Mark Twains Reisebericht "Bummel durch Europa" ("A Tramp Abroad"), davon widmeten sich die ersten 24 Kapitel allein Deutschland. Und allein diese Deutschland gewidmeten Kapitel werden nun von Rufus Beck - wie immer - phantastisch gelesen, findet Annette Zerpner. Beck bringt Twains wunderbaren Humor in der richtigen Mischung aus Ironie und Erhabenheit zur Geltung, schwärmt sie. Wobei sie überrascht ist, wie milde Twains Spott über das kaiserliche, militaristische Deutschland jener Zeit ausfiel. Das Besondere an Twains Humor sei, wie er seine Sicht des begeisterten Touristen immer hintertreibe und damit die soeben erst aufgebaute Ehrfurcht vor dem fremden Gegenstand in sich zusammensinken lassen würde, erklärt sie ihre Begeisterung. Manche Anekdoten sind allerdings auch etwas geschwätzig, kosten ihren Pointen etwas zu lange aus, meint Zerpner. Besser sei es, man höre nicht alle Kapitel an einem Stück. Bedauerlicherweise enthalte die Aufnahme nicht den berühmten Anhang "The Awful German Language", dafür werde der Hörer aber mit dem Expose eines ungeschriebenen "wahren" Schwarzwalddramoletts und anderen Deutschland-Perlen beglückt.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren