Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik. Kiki macht sich Sorgen um ihren Vater. Er ist Arzt und reist immer wieder in Länder, in denen Krieg herrscht. Aber was, wenn ihn diesmal eine verirrte Kugel trifft? Ihre Mutter versucht, Kiki zu beruhigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas geschieht, ist sehr gering. Doch Kiki will dafür sorgen, dass sie noch geringer wird, und sie hat auch schon eine Idee: Wie viele Kinder gibt es, die einen toten Vater haben? Nicht so viele. Und wie viele Kinder haben einen toten Hund oder eine tote Maus? Das sind schon einige mehr. Aber wie viele Kinder haben einen toten Vater und einen toten Hund und eine tote Maus? "Kann ich eine Maus haben?", fragt Kiki ihre Mutter. Sie ist kurz davor, eine große Dummheit zu begehen...
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.02.2009
"Ungemein aufrichtig" ist nur eine von vielen guten Eigenschaften, die Rezensentin Christine Knödler diesem Kinderbuch zuschreibt. Ergriffen resümiert sie, wie die kleine Protagonistin des Buchs aus Angst um ihren Vater, der als Arzt im Krieg ist, mit ihren Tieren Schicksal spielen will – als würde es den Vater retten, wenn sie eines der Tiere opfert. Das Buch, so die Rezensentin, folgt ganz und gar der kindlichen Logik, moralisiert also nicht und entwickelt offensichtlich eine gehörige Portion Situationskomik. Die Rezensentin empfiehlt Hofs Erstling für Kinder ab 10.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2008
Eine heitere Geschichte ist das eigentlich nicht, die Marjolijn Hof hier erzählt: Die kleine Kiki sieht ihren Vater meist nur Abschiednehmen, dann ist er weg, in der Ferne, in Kriegsgebieten und hilft den Armen dort, aber nicht der Familie zu Hause. Kiki, die um sein Leben fürchtet, kommt auf die Idee, ihre Maus und ihren Hund zu töten, weil drei Tote in der Familie, findet sie, sehr viel unwahrscheinlich sind als der wichtige Eine, der Vater nämlich. Alles geht dann doch - wie die Rezensentin Annette Jahr in ihrer Besprechung verrät - anders aus, aber gelernt hat die Heldin auf ihren geistigen Irrwegen manches. Dass Opferrituale nicht helfen, nur zum Beispiel. Ziemlich großartig findet Jahr, wie es der Autorin gelingt, dieser im Prinzip eher bitteren Geschichte durchaus auch "lustige" Seiten abzugewinnen und das Ende, auch wenn die Tragödie ausbleibt, doch "offen" zu lassen.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.11.2008
Bewundernswerte Glaubwürdigkeit bescheinigt Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel diesem Jugendbuch über existenzielle Fragen wie Ängste, Leben und Tod, das sie als ?ungemein dichtes literarisches Kleinod? bewundert. In seinem Zentrum sieht sie ein Mädchen, dessen Vater als Arzt stets in Krisengebieten der Welt unterwegs ist und das sich eines Tages eine Strategie ausdenkt, den Vater nach Hause zu holen. Das Thema sind die Sorgen, die sich das Kind um den Vater macht, die Sehnsucht, er möge sich auch für sie statt nur für fremdes Leid interessieren. Trotz der schweren Themen und der Verletzung des Vaters bei einem Bombenattentat sei das Buch niemals bedrückend, sondern voller Charme und Kraft, versichert die Rezensentin, wozu aus ihrer Sicht besonders die ?unnachahmlichen Dialoge? beigetragen haben.
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