Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Marjaleena Lembcke
Abschied vom roten Haus
Klappentext
Ab 14 Jahren. Auf den Fotos, die Leenas Vater knipst, ist immer etwas schief: Entweder fehlt ein Kind oder die Füße sind nicht mit drauf oder der dicke Kater stolziert gerade durch das Bild. Eben deshalb passen die Fotos so gut zu Leenas Familie: chaotisch, lebhaft und manchmal traurig. Das Leben im roten Haus aber verändert sich. Leena wird langsam erwachsen und sieht ihre Familie in einem neuen Licht...
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.11.2000
Karla Schneider findet nur wirklich schöne Worte für den letzten Band aus der Serie der finnischen Autorin. "Unbelastet vom Hautgout der altdeutschen Serienmädchen-Tradition" hat Lembcke in sechs Bänden das Genre der jugendlichen Entwicklungsgeschichte wieder aufgenommen. Im sechsten ist Leena, älteste Tochter in einer großen Familie, 18 und berichtet erst vom Glück der Muttertagsaktivitäten und dann vom irritierenden Tod der Mutter. "Kein Begräbnisprotokoll verwässert den Schluss", die Geschichte hat den "Wärmegrad des Authentischen".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2000
Eine Geschichte über eine Familie, die alles hat, schreibt Maria Frisé mit fast zärtlichem Ton, "außer Geld allerdings". Als Leser sammelt man aus ihrer Rezension erst etwas glitzerndes Glück, von dem die Familie, die im titelgebenden roten Haus wohnt, wohl im Überfluss zu haben scheint. Selbst die Kritikerin scheint sich noch begierig danach auszustrecken. "So liebevoll und vertraulich", meint sie, "lässt sich nur aus großer Nähe beschreiben". Von Schicksalsschlägen, die natürlich nicht ausbleiben, werde lakonisch, fast karg berichtet. Wir lesen lauter Komplimente über das Buch, dessen "Wärme und Weisheit" besonders herausgehoben werden, und seine finnische Autorin.
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