Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Marie Hermanson

Muschelstrand

Roman

Cover: Muschelstrand

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3518411829
ISBN-13 9783518411827
Gebunden, 299 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer. Direkt von einem Waisenhaus in Indien kommt die kleine Maja in das Sommerhaus der Gattmans. Ihre Adoptivfamilie ist eine Familie wie aus dem Bilderbuch: Die Eltern sind gebildet und wohlhabend, die Geschwister begabt und selbständig. Aber Maja ist, wie sich bald herausstellt, allen ein Rätsel. Trotz aller Liebe, die sie erfährt, bleibt sie stumm und unzugänglich. Als Vierjährige begleitet sie ihre fast schon erwachsene Schwester zum Zelten am offenen Meer. Eines Nachts verschwindet sie spurlos. Sechs Wochen später findet man sie am Muschelstrand, weit entfernt von jener Stelle, wo sie verschwunden ist. Ulrika, eine Freundin von Majas Adoptivschwester, verfolgt die Geschehnisse um Maja aus nächster Nähe. Jahre später, als Erwachsene, grübelt sie noch immer über das Verschwinden des kleinen indischen Mädchens nach. Sie begibt sich erneut an den Muschelstrand und macht einen äußerst merkwürdigen Fund. Als dunkler Schatten im Hintergrund agiert eine andere junge Frau: Kristina. Sie wird zu Schlüsselfigur der Geschichte dreier Frauen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.12.2000

Margrit Irgang beginnt ihre Besprechung des Romans mit der Frage, ob es noch Mythen gibt und ob sie heute noch beschreibbar sind, was sie in Bezug auf das Buch mit einem entschiedenen Ja beantwortet. Sie ist derart begeistert von der Geschichte, die eine moderne, rational veranlagte Familie mit der Dunkelheit des Mythos konfrontiert, dass sie in ihrer Kritik selbst ein bisschen ins Raunen und Dichten gerät. Die Rezensentin lobt die "kunstvolle" Figurenzeichnung und sieht in der komplexen Struktur des Romans, der sich als "Geschichte in der Geschichte" erweist, einen gelungenen "Kunstgriff", der allem Ausgesagten den sicheren Boden der Gewissheiten entziehe. Dabei ist das Buch "spannend und mit leichter Hand erzählt", so die Rezensentin, die den Roman - hier scheint sie vom mythischen Dunkel überwältigt zu werden - mit der "Mittsommernacht" vergleicht.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.09.2000

In seiner kurzen Besprechung zeigt sich der Rezensent mit dem Kürzel "c.hr." sehr angetan von dem Roman. Er zeichne sich durch einen "raffinierten" Aufbau sowie durch schlichte, genaue Sprache aus und sei zudem spannend wie ein Kriminalroman, so der Rezensent begeistert. Rätselhaft und überraschend findet er den Einsatz der verschiedenen Erzählinstanzen, der dem "eleganten kleinen" Roman eine besondere Note verleihe.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren