Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Marian Biskup, Gerard Labuda

Die Geschichte des Deutschen Ordens in Preußen

Wirtschaft, Gesellschaft, Staat, Ideologie

fibre Verlag, Osnabrück 2000
ISBN-10 392975942X
ISBN-13 9783929759426
Broschiert, 619 Seiten, 37,84 EUR

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Klappentext

Der Deutsche Orden und der von ihm errichtete Staat zwischen Weichsel und Memel gehören zu den besonders heiklen Kapiteln deutsch-polnischer Geschichte. Mit diesem Werk legen die beiden führenden Vertreter der polnischen Deutsch-Ordens-Forschung die Summe jahrzehntelanger Studien vor. Die Autoren analysieren die einzelnen Faktoren, die den unter der Herrschaft des Ordens entstehenden gesellschaftlich-politischen Organismus in Preußen, im Kulmerland und in Pommerellen ausmachten, und fügen die Details zu einem Gesamtbild zusammen. Neben Entstehung, Aufbau, Entwicklung und Zerfall des Deutschordensstaates sowie seinen Beziehungen zu Polen-Litauen legen die Autoren besonderes Augenmerk auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Verfassung des Ordensstaates: Fragen der Bevölkerungsentwicklung, die Lokation von Städten und Dörfern, die Entwicklung von Landwirtschaft, Handwerk und Handel sowie Kunst und Kultur im Ordensstaat gehören zu den Schwerpunkten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2000

Nicht gänzlich frei von Zorn und dennoch begrüßenswert findet Werner Paravicini diese Veröffentlichung des Deutschen Historischen Instituts in Warschau. Ausdrücklich lobt er die Dichte und das kritische Potential der Studie sowie die Arbeit der Übersetzer. Das sehr detaillierte Werk, versichert der Rezensent, bietet dem Fachmann weit mehr als eine Erzählung der Ereignisse. Obwohl den Autoren der bereits 1986 in polnischer Sprache erschienenen Geschichte des Deutschen Ordens jeder polemische Ton fremd ist, wie Paravicini schreibt, verspürt er allerdings doch so etwas wie eine aus den späteren Entwicklungen zwischen Polen und Deutschen herrührende Befangenheit gegenüber den Ordensrittern. Hier hätte er sich mehr Umsicht gewünscht.

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