Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Manuela Kay, Anja Müller (Hrsg.)

Schöner kommen

Das Sexbuch für Lesben

Cover: Schöner kommen

Quer Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3896560476
ISBN-13 9783896560476
broschiert, 255 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Die 15 Autorinnen dieses erotischen Ratgebers, Lese-Fotobuchs und Nachschlagewerks lassen die Hüllen fallen und erkunden die Bandbreite sexueller Spielarten für Lesben. Eine unverblümte Sexgeschichte führt die Leserin in jedes Kapitel ein; ein Theorieteil liefert die nötigen Erklärungen, Tips und Tricks zu den jeweiligen Techniken und spart Abgründe und Gefahren nicht aus. Zahlreiche Fotos machen jede Stellung und Vorliebe, ob hart oder zart, hautnah erlebbar. Ein umfassendes Glossar läßt keine Fragen offen. Schöner kommen will lesbische Sexualität adäquat wiedergeben und die deutschsprachige Lesbensexbuch-Wüste entsprechend befeuchten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.05.2000

Andrea Roedig leitet ihre Rezension ein mit ausführlichen Überlegungen zum in den letzten Jahrzehnten aufgestauten Problembestand im Zusammenhang mit lesbischer Sexualität. Ensprechend liest sie den im Quer Verlag erschienen Band auch als Symptom des Stands "lesbischer Befindlichkeiten in den Neunzigerjahren". Die Zeit der Hemmungen durch politische Korrektheiten in Form wie Sprache des Begehrens, so diagnostiziert Roedig, sei ganz offensichtlich vorbei: "Eine Möse ist eine Möse und Ficken ist Ficken". Der handwerkliche Aspekt lesbischer Sexualität werde betont und kenntnisreich vorgestellt. Die Beschreibung der Sexutensilien und die Ratschläge zum Umgang damit schwanken zwischen "Hausfrauentipps und Produktinformation" und ironischen Tonlagen. Die den einzelnen Kapiteln vorangestellten erotischen Erzählungen lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Die Zeit der Euphemismen sei, hält man das Buch für repräsentativ, vorüber. Der nächste Schritt, die Einrichtung von Dark Rooms, Klappen und Puffs, könnte bevor stehen. Die Autorin ist allerdings noch skeptisch und fragt sich, ober der Zeitgeist nicht viel eher in Richtung einer "zarten H&M-Erotik" unterwegs ist.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren