Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Manfred Clauss

Das Alte Ägypten

Cover: Das Alte Ägypten

Alexander Fest Verlag, Berlin 2001
ISBN-10 3828601413
ISBN-13 9783828601413
Gebunden, 511 Seiten, 30,50 EUR

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Klappentext

Manfred Clauss lässt die gesamte Geschichte des Alten Ägyptens Revue passieren: Er erzählt von Staat und Verwaltung, von Religion und Mythen, von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen. Er ruft nicht nur eine vergangene Kultur wach, er legt auch seit langem die erste umfassende Darstellung einer historischen Epoche vor, die fasziniert wie sonst kaum eine.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.05.2002

Der Autor hat sich mit seinem Buch über das alte Ägypten viel vorgenommen, meint Valeska von Rosen. Sie erkennt darin ein Geschichtsbuch der alten Schule, dass mit seinem streng chronologischen Abriss zu einer "bedrohten Spezies" gehört, was sie aber nicht als Kritik verstanden wissen will. Im Gegenteil, sie lobt das Buch als "guten Überblick", das dabei gut lesbar ist und sich auf dem "aktuellen Forschungsstand" befindet. Als "angenehm" lobt sie auch die Exkurse zu Religion, Kunst und Alltagsgeschichte, die den chronologischen Ablauf unterbrechen. Und so sei das Buch zwar im Aufbau "konventionell", doch nichts desto trotz ein "Desiderat", so die Rezensentin angetan.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.11.2001

Die "Zeit" lässt den Ägyptologen Jan Assmann "Das alte Ägypten" rezensieren. Es hätte eine schlechte Wahl sein können, schließlich ist Assmann einer der brillantesten Vertreter seines Fachs und weiß im Zweifel mehr und besser. Es ist aber eine hervorragende Wahl, und sie entbehrt nicht der Komik. Denn der Ägyptologe Assmann widerspricht tatsächlich dem Althistoriker Clauss in so ziemlich jedem Punkt, den man sich vorstellen kann: in der Darstellung von Transzendenz und Immanenz und dem damit verbundenen Gottesbegriff, in der Bewertung des ägyptischen Rechtssystems, in der Dichotomie von Macht und Gewalt, in der Unterscheidung von Kultur und Geschichte, und so fort. Weil Assmann dies aber mit Distanz zu sich selbst darstellt, sind seine Ausführungen sehr informativ und vermitteln auf unbewusst komische Weise die ungeheure Komplexität des ägyptischen Reiches. Vor allem schafft Assmann die dialektische Wendung und findet höchstes Lob für das Buch: "'Das Alte Ägypten' ist ein schönes Buch, mit einer Fülle sorgfältig ausgewählter Bilder, in einem klaren, anschaulichen Stil geschrieben... Ein Ägyptologe hätte das vermutlich nicht schreiben können."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren