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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Malgorzata Saramonowicz

Die Schwester

Roman

Cover: Die Schwester

Rotbuch Verlag, Hamburg 2000
ISBN-10 3434530673
ISBN-13 9783434530671
Gebunden, 184 Seiten, 18,41 EUR

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Klappentext

Aus dem Polnischen von Ursula Kiermeier. Wenn man den Ärzten glauben darf, dann ist Maria ins Koma gefallen, als sie hörte, dass sie schwanger ist. Die Mediziner wollen das Kind abtreiben, um Marias Leben zu retten, doch Jakub, ihr Mann, der Philosoph, widersetzt sich. Er beginnt eine Suche nach den Gründen dieser Ohnmacht und gelangt bald zu der Erkenntnis, dass er so gut wie nichts weiß über die Frau, mit der er zusammenlebt. Im Verlauf seiner Suche beschleicht ihn das Gefühl, dass er in eine ziemlich dunkle Sache verstrickt wird. Und mit jeder Bewegung macht er mehr unheimliche Entdeckungen. Drei Erzähler hat die Geschichte: Die erste Stimme ist die der Hauptfigur, Maria. Die zweite Stimme gehört ihrem Ehemann Jakub, der von seiner Suche nach dem Grund der Krankheit seiner Frau erzählt und davon, wie er sie retten möchte. Die überraschendste Stimme aber ist die dritte, ein Flüstern nur.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.09.2000

Da hat Susanne Mayer nur der erste Einfall ganz gut gefallen: Würmer und Ungeziefer in Verbindung zu bringen mit einem schwangeren Bauch, zudem noch dem der Maria, die sie mit ihrem Jakub in einem Warschauer Krankenhaus landen lässt. Aber damit hat es sich auch schon: dass da eine geschwisterliche Missbrauchsgeschichte folgt und ein Textgewimmel von "kratzenden Kakerlakenstimmen" und "theologischen Extrakten", am Ende gar ein "finales Fegefeuer", hat die Rezensentin verstimmt. Zumal die Konstruktion zu schnell - auf der Hälfte des Buches schon - klar wird. Ob dieser Roman der jungen polnischen Autorin in ihrem Heimatland vielleicht eine ganz andere Provokation ist und als kirchenkritische Gesellschaftssatire gelesen werden könnte, hat die Rezensentin nicht beschäftigt.

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