Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Schwedischen von christel Hildebrandt. Desiriée ist eines der vielen behinderten Kinder, die in den fünfziger Jahren in ein Heim gegeben wurden, und eines der wenigen, das bis in die neunziger Jahre überlebt hat. Sie kann weder gehen noch sprechen, aber sie besitzt andere Fähigkeiten. Ihre drei Schwestern wissen nichts von ihrer Existenz. Doch eines Tages bekommt jede von ihnen einen Brief, der sie zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zusetzen. Margareta, die Physikerin, Christina, die Ärztin, und Birgitta, die Alkoholikerin. Mit ihren anonymen Briefen legt Desirée den Finger auf Wunden, die noch längst nicht verheilt sind...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2000
Johan Schloemann ist angenehm überrascht von diesem Buch, den der Klappentext als Frauenroman vorstellt, der aber nach Ansicht des Rezensenten "weit mehr ist". Die Geschichte der schwer behinderten Desirée, die in einem schwedischen Krankenhaus liegt und durch geschickten Umgang mit dem Computer sowie übersinnlichen Fähigkeiten nicht nur Beziehungen zu ihrem Arzt aufbaut, sondern auch unheimlichen Einfluss auf die drei Pflegetöchter ihrer Mutter hat, sei kein "unerforschtes Terrain" in der Literatur. Doch die Autorin sei dieser Aufgabe nicht nur gewachsen, sondern habe es dankenswerterweise auch vermieden, ein "Spitalbuch" zu schreiben, so der Rezensent anerkennend. Er lobt die Vielschichtigkeit der Erzählung und die Zurückhaltung im Einsatz der magischen Fähigkeiten der Protagonistin. Nur dort, wo sich der Roman zur "Parabel des Sozialstaats" aufschwingt und wo er eine allzu "moralische Behäbigkeit" zeigt, hat er Schwachstellen, meint der Rezensent, der das Buch insgesamt "bemerkenswert" findet.
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Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







