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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Magdalena Tulli

In Rot

Roman

Cover: In Rot

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2000
ISBN-10 3421053715
ISBN-13 9783421053718
Gebunden, 189 Seiten, 18,41 EUR

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Klappentext

Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. Köchin, Soldat, Mädchen, Liebhaber, Fabrikant und Revuedirektor - ein ganzer Reigen von Personen bevölkert Magdalena Tullis Roman. Wir befinden uns zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Schauplatz ist die Stadt Sciegi, die sich wandelt wie der historische Hintergrund, die Ereignisse, die den Personen widerfahren. Mal Garnisonsstadt in der finsteren Kälte des Nordens, dann wieder Metropole und Hafenstadt unter blauen Sommerhimmel, am Ende ein Trümmerfeld. Sciegi ist die Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.10.2000

Rezensent Hermann Wallmann bezeichnet den Roman von Magdalena Tulli als "Traumbuch", "wie gemacht für den, der schon überall gewesen ist und alles gelesen hat". Er vergleicht ihr Schaffen mit der "poetischen Prosa" von Italo Calvino und zieht auch Parallelen zu der Arbeit von Christoph Ransmayr. Der Aufbau dieses dreiteiligen Romans scheint nach Wallmanns Beschreibungen kompliziert: An der Oberfläche erzählt Tulli die Geschichten "mit trivialromantischer Ironie und in kunstmärchenhafter Phantasie". Darunter gibt es einen Subtext, der "Verkehrsformen, Ökonomie, kulturellen Überbau" erfasst. Und schließlich unterziehe Tulli ihre Erzählung auch einer "Kritik durch Poesie". Wallmann, der in seiner Rezension ausgiebig aus dem Buch zitiert, ist jedenfalls begeistert. Für ihn ist Tullis Buch ein Stück magischer Realismus: dennoch funktioniert "fast jeder Absatz ... als ein Stück autonomer Prosa".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2000

Sehr in Magdalena Tullis fast symbolistische Bilderwelt einsteigend, beschreibt Eberhard Rathgeb diesen "schmalen Roman? der polnischen Autorin. Er versucht ihm das Beste abzugewinnen und kann eine gewisse Faszination für die finstere Mystik der dort beschriebenen Welt nicht verleugnen. Aber dann stört ihn das moralische Handtaschenformat dieses Buches und dass die Autorin ihre Lektion jedem Handlungsreisenden erteilen könnte: dass nämlich "im Meer alle Menschen nur noch Schwimmer in Not? sind.

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