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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Märchen aus dem Tessin

Cover: Märchen aus dem Tessin

Limmat Verlag, Zürich 2006
ISBN-10 3857915013
ISBN-13 9783857915017
Gebunden, 320 Seiten, 23,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben und aus dem Italienischen von Pia Todorovic Redaelli. Die hier vorliegenden Märchen aus dem Tessin vertrauen mehr der lebenden Zunge als dem papierenen Wort, der Hauptteil der Sammlung besteht aus neueren Aufnahmen. Beeindruckend ist die Vielfalt dieser Volkserzählungen: Der Bogen spannt sich von Tier- und Zaubermärchen zu Legenden, Sagenhaftem, Schwänken, Schildbürgerstreichen und Kettenmärchen. Die ganz eigene Färbung dieser Geschichten liegt nicht so sehr in den Motiven, sondern im Raum, in den sie eingebettet sind, in den sozialen Verhältnissen, in der Weltanschauung der Märchenhelden. Sie widerspiegeln eine oft von Entbehrungen geprägte, bäuerliche Welt mit ihren Lebensgewohnheiten und Vorstellungen und bezaubern immer wieder durch ihre Frische und Lebhaftigkeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.02.2007

Als Ethnologin habe Pia Todorovic Redaelli Tessiner Märchen seit 1978 gesammelt und nun mit einer "klugen" Einführung herausgegeben. Hier werden die 81 ausgewählten Märchen auch im Kontext des größeren norditalienischen Kulturraums gewürdigt, freut sich Rezensentin Alice Vollenweider und nennt den bäuerlichen Alltag und ein von Glaube und Aberglaube bestimmtes Leben als Charakteristika dieser Märchen. Bauern sprechen mit Tieren, Katzen werden zu Taufpaten, und stets gehe es derb und scherzhaft bei religiösen Würdenträgern wie dem Teufel oder den Pfarrern zu. Ihrer wichtigsten Erzählerin habe die Autorin  ein ganzes Kapitel gewidmet, in dem sie auch die Erzählweise, Wortwahl und Gestik, "anschaulich" beschreibe. Ein Anhang von zwanzig Seiten stelle darüber hinaus eine vollständige Bibliografie zur Verfügung und enthalte eine Klassifizierung der Märchen von Hans-Jörg Uther nach formalen und inhaltlichen Verwandtschaften.

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