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Klappentext
Leo ist klein und etwas unbeholfen. In der Schule wird er gehänselt. Am liebsten sitzt er allein im Garten und beobachtet die Schmetterlinge: Fliegen müsste man können. Da hat Leo plötzlich eine Idee...
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.09.2000
Ein großes Lob für den kleinen Leo, der zu dick ist und oft stolpert und deshalb lieber so leicht und schön wie ein Schmetterling wäre, von Konrad Heidkamp. Man könnte "tiefschürfendes in diese Geschichte hineinlesen", schreibt Heidkamp, über Kafkas Verwandlung, Esssucht und manches andere, aber dafür findet er das Buch zu leicht und zu luftig. Dass Leo am Schluss wirklich fliegt, darüber sollte man aber weder lachen noch "aus Fantasielosigkeit die Augen schließen", meint der Rezensent, lieber "unsicher werden sollte man".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.07.2000
In einer Doppelrezension bespricht der Rezensent mit dem Kürzel "gew" zwei Kinderbücher, in denen sich die Protagonisten in irgendeiner Weise unzulänglich finden: hässlich, ungeschickt, unsportlich oder untalentiert.
1) Lukas Hartmann: "Leo Schmetterling". Mit Bildern von Julia Kaergel (Nagel & Kimche)
In dieser Geschichte steht ein Junge mit ganz "männlichen" Problemen im Mittelpunkt, wie der Rezensent feststellt. Denn Leo findet sich zu klein und zu unsportlich und träumt davon, ein Schmetterling zu sein. Zwar ist ein Schmetterling in erster Linie auch nicht sportlich, sondern eher schön, wie "gew" feststellt, tragisch findet er das aber nicht. "gew" verrät, dass Leo von nun an viel isst und sich mit Wollfäden einschnürt, um sich zu verpuppen, was nicht ohne Probleme vonstatten geht. Was dem Rezensenten weniger gefällt, ist, dass bei der Lösung des Problems ein "kleiner grüner Steinchenfresser" eine Rolle spielt. Dies erscheint ihm kitschig und die Moral der Geschichte, nämlich dass jeder innerlich schweben könne, der einmal ein Schmetterling gewesen ist, erscheint ihm gar "fast schon ein wenig esoterisch". Die Illustrationen von Julia Kaergel gefallen ihm jedoch, auch wenn er sie "nicht immer geschickt integriert" findet.
2) Franz Hohler / Rotraut Susanne Berner (Ill.): "Wen ich mir etwas wünschen könnte" (Hanser)
"Sehr viel stringenter und überzeugender" findet der Rezensent den Bogen in diesem Buch, in dem ein Mädchen davon träumt, endlich in der Schule besser mitzukommen und schön wie eine Prinzessin zu sein. Aber als sie bei einer Fee drei Wünsche frei hat, wünscht sie sich dann - "wie das nun einmal so ist, wenn man überraschend gefragt wird" - ganz andere Dinge, die aber - auf Umwegen - letztlich mithelfen, ihren Traum zumindest teilweise in Erfüllung gehen zu lassen. Auch den für Rotraut Susanne Berner so "typischen, charmant-naiven Illustrationsstil" hebt der Rezensent besonders lobend hervor.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2000
Gundel Mattenklott sieht das besondere Können des Autors in der Verknüpfung altbekannter, phantastischer Motive mit großen literarischen Traditionen. Als "anmutig" lobt sie die Geschichte, die "wohlfeile psychologische Lösungen" vermeide, die sonst gerne in Kindergeschichten angeboten würden. Text und Bild bildeten eine "gelungene Synthese", wobei die Rezensentin besonders die interessanten Perpektivwechsel der Illustratorin lobend hervorhebt.
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