Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ludwig Ammann

Cola und Koran

Das Wagnis einer islamischen Renaissance

Cover: Cola und Koran

Herder Verlag, Freiburg 2004
ISBN-10 3451054329
ISBN-13 9783451054327
Kartoniert, 159 Seiten, 9,90 EUR

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Klappentext

Steuert der Islam im Zeitalter der ökonomischen Globalisierung auf eine solche "Modernität mit Unterschieden" zu: Westliche Waren ja. Westliches Denken nein? Informationen und Perspektiven.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.01.2005

Der "cmr" zeichnende Rezensent nennt dieses Buch einen Gegenentwurf zu gängigen Pauschalurteilen über den Islam. Dabei unterschlage Ludwig Ammann nicht die Gefahr, die von den religiösen Eiferern ausgeht, und liefere auch historische Erläuterungen zu dieser Strömung innerhalb des Islams. Nichtsdestotrotz sehe er die Zukunft insbesondere des europäischen Islam in einer undogmatischen islamischen "sozialen und kulturellen Bewegung", die einen selbständigen Mittelweg zwischen westlicher Kultur und Koran findet - quasi in Analogie zur erfolgreichen "Mecca-Cola", bei der das Programm sich aus dem Namen (und nicht unerheblich auch aus dem Bindestrich) ableiten ließe.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.06.2004

Großes Lob erhält der Züricher Verleger Ludwig Amman von Katajun Amirpur für sein Islam-Buch "Cola und Koran", das viele interessante Beobachtungen und Thesen enthalte. Warum beispielsweise unterstützen in Deutschland lebende Muslime durch den Kauf von Mekka-Cola, einem geschützten Markenartikel, palästinensische Kinder, lautet eine dieser Fragen.. Auch zur Kopftuchdebatte steuere der Autor interessante Beobachtungen und Überlegungen bei, die er gemeinsam mit Nilüfer Göle am Essener Kulturwissenschaftlichen Institut erarbeitet habe, wo die beiden einen Forschungsauftrag zum Islam inne hatten. Das Kopftuch als Möglichkeit der persönlichen Sinnstiftung in der Fremde bedeute nicht etwa eine Distanzierung, referiert Amirpur, sondern eine Annäherung an das moderne Großstadtleben. Auch Ammans Forderungen an die Muslime, einen europäischen Islam zu schaffen, kann sich die Rezensentin nur anschließen. Am meisten Spaß mache die Lektüre, wo Amman schimpft, bekennt sie. Doch auch sonst sei das Buch unbedingt lesenswert.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren