Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Liu Zongyuan

Am Törichten Bach

Prosa und Gedichte

Cover: Am Törichten Bach

Friedenauer Presse, Berlin 2005
ISBN-10 3932109457
ISBN-13 9783932109454
Broschiert, 31 Seiten, 9,50 EUR

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Klappentext

Aus dem Chinesischen von Raffael Keller, bei den Gedichten zusammen mit Jürgen Theobaldy. Der vorliegende Druck vereinigt erstmals in deutscher Sprache die bekanntesten Stücke des großen Prosameisters der chinesischen Literatur, ergänzt um Han Yus Grabschrift für Liu sowie einige Landschaftsgedichte Liu Zongyuans, denen der Dichter Jürgen Theobaldy ihre lyrische Form gegeben hat.

Rezension Perlentaucher

Die kleine Broschüre, in der jetzt einige der Texte von Liu Zongyuan in der imponierenden Übersetzung von Raffael Keller - die Gedichte hat er in Zusammenarbeit mit Jürgen Theobaldy übersetzt - vorgelegt werden, weckt einen Riesenappetit auf mehr von diesem Autor. Man wüsste auch gerne mehr über seine Lebensverhältnisse und über die Literatur seiner Zeit. Ein Text endet zum Beispiel mit der Bemerkung: "So machte ich das 'Gedicht von den Acht Törichten' und hielt es auf einem Felsen am Bach fest." War es gängige Praxis, dass dichtende Gelehrte, gelehrte Dichter ihre Texte in Felsen meißeln ließen? Haben solche Inschriften sich erhalten? Wie sehen sie aus? Gibt es einen schönen Bildband mit diesen in die Natur eingelassenen Schriften? Was und wen meinten die Texte? In dem zitierten Fall die Nachwelt, also auch uns. Aber es gibt einen sehr schönen Text Liu Zongyuans - ich sollte immer wieder diesen Namen schreiben, um ihn mir einzuprägen - über den "Kleinen Hügel westlich des Plätteisenteiches", ein Preislied auf das Naturschöne, der endet mit dem Satz: "Ich schrieb dies auf einen Stein, um dem Hügel damit zu seinem Glück zu gratulieren." Da geht es nicht mehr um die Nachwelt. Die Schrift kommuniziert nicht mit anderen über das, wovon und worüber sie schreibt, sondern mit dem Beschriebenen selbst...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.01.2006

Der Dichter Liu Zongyuan (773 bis 819) war ein Zeitgenosse Karls des Großen, erzählt Rezensent Ludger Lütkehaus. Zeitweise lebte er am Hofe des Kaisers Xianzong, der ihn jedoch zweimal verbannte. Denn Liu Zongyuan war Anführer einer Bewegung, die den gezierten höfischen Stil verachtete und zur "Einfachheit der alten Literatur" zurück wollte, lesen wir. Seine Gedichte sprechen von der Melancholie, die die Einsamkeit in der Verbannung auslöste, von der Schönheit der Natur, aber auch von der sozialen Not der Bauern. Lütkehaus freut sich über dieses "ebenso schlanke wie schöne Buch", das den Dichter vor dem Vergessen bewahrt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren