Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lise J. Abid

Journalistinnen im Tschador

Frauen und Gesellschaftlicher Aufbruch im Iran

Südwind Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN-10 3860992120
ISBN-13 9783860992128
Kartoniert, 192 Seiten, 15,24 EUR

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Klappentext

Was Frauen im Iran denken und schreiben dringt kaum nach Europa durch. Dieses Buch eröffnet einen Zugang zum Alltagsleben der Frauen im Iran. Abid gewährt Einblicke, die den Vorstellungen von der stummen Frau im islamischen Staat ein Bild weiblicher Stärke entgegenhalten. Mit Beispielen aus iranischen Zeitschriften.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.08.2001

Lise J. Abid beschreibt den dornenreichen, aber entschiedenen Weg der iranischen Frauen auf dem Weg zur Gleichberechtigung - am Beispiel von Journalistinnen und Frauenzeitschriften. Sie geht dabei zum einen historisch vor, untersucht die Presse als - in den Worten des Rezensenten Ahmad Taheri - "Barometer des politischen Klimas". Im Mittelpunkt stehen einzelne Zeitschriften, etwa Zan-e-rus, die nach der Islamisierung einen Wandel von der Illustrierten für die "städtische Schickeria" zu politischen Schwerpunkten und langsam wieder zurück durchmachte. Es gibt ein ausführliches Porträt der Polit-Aktivistin und abgelehnten Präsidentschaftskandidatin A'zam Taleghani und im Epilog den Hinweis auf die neuerlichen Attacken der Konservativen gegen die Reformer, unter denen auch die Frauenzeitschriften zu leiden haben, wie der Leser erfährt. Der Rezensent hält Abids Versuch, "Zeitungsgeschichte als Zeitgeschichte" zu schreiben, für vollauf gelungen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.08.2001

Alexandra Senfft lobt dieses Buch als einen "wichtigen Beitrag zur Aufklärung", in dem endlich einmal gezeigt werde, dass Emanzipation auch im Islam möglich ist. Überhaupt sieht die Rezensentin hier mit zahlreichen Vorurteilen aufgeräumt und präsentiert eine ganze Liste von weiblichen Errungenschaften und Fortschritten im Iran: Die Alphabetisierung habe enorm zugenommen, Frauen könnten Pilotin, Busfahrerin und Regisseurin werden, und sogar der Tschador wird gelobt, weil er auch Mädchen aus traditionsgebundenen Familien eine Bildung außer Haus ermögliche. Senffts Rezension liest sich beinahe wie eine Erfolgsgeschichte von iranischen Frauen, in der Probleme eher nebensächlich zu sein scheinen. Lediglich bei ihrer Anmerkung, die Autorin hätte auch die "säkulare und progressive Exilpresse und Internetpublikationen" in ihre Untersuchung mit einbeziehen sollen, um die Haltung derjenigen Iraner deutlich zu machen, "die sich mit dem islamischen System nicht identifizieren", klingt etwas Kritik durch.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren