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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lilian Faschinger

Paarweise

Acht Pariser Episoden

Cover: Paarweise

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2002
ISBN-10 3462031325
ISBN-13 9783462031324
Gebunden, 224 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Paris im Sommer. Das Cafe "Le Libre Echange" ist der Knotenpunkt eines weit verzweigten Handlungsnetzes, das Lilian Faschinger über der Stadt ausbreitet. Ihre Figuren bewegen sich wie in einem Reigen, treffen, verbinden und trennen sich...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.11.2003

Dieses Episodenbuch von Lilian Faschinger hat den Rezensenten Uwe Stolzmann "mit nahezu perfekter Prosa anspruchsvoll" unterhalten. Die österreichische Autorin, in Wien und Paris lebend, begleite in ihrem gewohnt "kühlen Stil, ironisch, glatt, sehr routiniert" Verrückte, Eigenbrötler und Sonderlinge auf ihren Wegen durch Paris, die sie am Ende zumeist in das Cafe Le Libre Echange führen, informiert uns der Rezensent. Dort und auch sonst wird wenig dialogisiert, viel monologisiert, was Stolzmann als generelles kommunikatives Unvermögen der Protagonisten deutet. So ganz haben ihn die Figuren aber nicht überzeugt. In ihrer Gesamtschau verdichten sich die Charaktere für ihn zu einem "Klischeebild" des "neuen, leicht neurotischen Pariser Weltbürgers". Am Ende lautet Stolzmanns Urteil: "viel Breite, wenig Tiefgang".

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.12.2002

Es ist eine richtige Lobeshymne, die die Rezensentin Meike Fessmann hier auf den neuen Episodenroman von Lilian Faschinger anstimmt. Sie ist begeistert, sowohl vom Erzähltalent der Autorin als auch von der cleveren Konstruktion der Geschichten, die so komplex ist, "dass man schon fast Rechnerkapazitäten benötigt, um den Aufbau zu überschauen". Faschinger erzählt nach Fessmanns Meinung unglaublich mühelos und dabei trotzdem dicht und vielschichtig. Den Subtext des Romanes und der darin beschrieben Stadt verortet Fessmann in der Beschreibung von "okkulten Heilslehren" - "ein Gemisch von Mystizismen" macht das Paris unsere Zeit aus, so der Eindruck der Rezensentin.

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