Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lexikon jüdischer Philosophen

Philosophisches Denken des Judentums von der Antike bis zur Gegenwart

Cover: Lexikon jüdischer Philosophen

J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2003
ISBN-10 3476017079
ISBN-13 9783476017079
Gebunden, 475 Seiten, 64,95 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Andreas Kilcher und Otfried Fraisse unter Mitarbeit von Yossef Schwartz. Eine umfassende deutschsprachige Darstellung jüdischen philosophischen Denkens, unter Mitarbeit von rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Europa, Israel und den USA. Ab 1933 ausgegrenzt und vergessen: das philosophische Denken des Judentums. In rund 180 Porträts von Autoren und Texten stellt das Lexikon das Spektrum jüdischen Denkens von der Antike bis zur Gegenwart vor. Jeder Beitrag schafft intellektuelle Profile und Interpretationen im Spiegel der jeweiligen theologischen und philosophischen Denkrichtung. Dadurch werden die Wechselwirkungen und der produktive Austausch zwischen Judentum und den griechischen, islamischen, christlichen und modernen europäischen Kulturen und Philosophien in den Blick gerückt. Dieses Lexikon liefert erstmals in deutscher Sprache eine umfassende Darstellung jüdischer Philosophen, dazu gehören: Maimonides, Abraham Abulafia, Mendelssohn, Freud, Herzl, Rathenau, Baeck, Arendt und Scholem.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2005

Als das "beste Buch", das seit 1933 zur jüdischen Philosophie geschrieben worden ist, würdigt Rezensent Friedrich Niewöhner das "Metzlers Lexikon Jüdischer Philosophen". Wie er berichtet, stellen 86 hervorragende Fachgelehrte darin Leben, Werk und Wirkung von 187 jüdischen Philosophen vor, wobei die Darstellung des Werkes der wichtigste Teil der Artikel ist. Diese sind chronologisch geordnet zwischen Philo von Alexandrien (geb. 20 v.Chr.) und Sarah Kofman (geb. 1934). Jeder Artikel enthält eine Bibliografie zu Werk und Interpretation des jeweiligen Philosophen, am Schluss des Lexikons findet sich zudem eine "weiterführende Bibliographie" zur jüdischen Philosophie. Überzeugend findet Niewöhner auch die Einleitung von Andreas B. Kilcher "Zum Begriff der jüdischen Philosophie" und Yossef Schwartz? einführenden Abriss "Zur Geschichte der jüdischen Philosophie". Beide Artikel lobt er als "grundgelehrt"; sie reflektierten jüdisches Philosophieren auf einem hohen Niveau. "Dieses informative Werk zur jüdischen Philosophie ist von jedem Studenten und Forscher, der sich mit jüdischer Philosophie beschäftigt, zu befragen", resümiert der Rezensent. "Das Lexikon ist ein Meilenstein auf dem Gebiet der Geschichte der Philosophie."

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.02.2004

Ein "Lexikon jüdischer Philosophen" ist, das stellt der sab. zeichnende Rezensent gleich fest, ein schwieriges, ein heikles Unterfangen mit evidenten Abgrenzungsproblemen. Yossef Schwartz diskutiere in einem Vorwort die Probleme und bestimme "jüdische Philosophie" als "Philosophie des Judentums". Das Lexikon geht chronologisch vor, umfasst ca. 200 Artikel, die biografische wie bibliografische Informationen bieten, informiert unser Rezensent. Perfekt findet er das Buch nicht, mancher Artikel scheint dem Rezensenten seltsam (der zu Adorno etwa), andere Denker fehlen (Simmel). Insgesamt aber "ein wichtiges Nachschlagewerk".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren