Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Leszek Kolakowski

Mini-Traktate über Maxi-Themen

Cover: Mini-Traktate über Maxi-Themen

Reclam Verlag, Leipzig 2000
ISBN-10 337901690X
ISBN-13 9783379016902
Taschenbuch, 108 Seiten, 9,20 EUR

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Klappentext

Fünfzehn Vorträge, die Kolakowski zuerst im polnischen Fernsehen hielt. Kurze, anregende Texte über Freiheit und Gewalt, Luxus und Langeweile, Macht und Ruhm, bei denen Kolakowskis besondere Fähigkeit zum Tragen kommt, die klassischen Themen der Philosophie auf ihren Kern zu reduzieren und in plastische Fragestellungen zu verwandeln.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2000

In seiner Besprechung wartet Friedemann Kluge mit vielen Kolakowski-Zitaten aus diesem Buch auf. Teils zeigt er an ihnen, wie unbelehrt antikommunistisch der Autor geblieben ist, seit er 1977 mit seiner Friedenspreis-Rede in Frankfurt ähnlichen Furor auslöste wie zwanzig Jahre später am selben Ort Martin Walser. Teils lässt er sie auch nur als Ausweis dafür aufblitzen, dass kurze Texte über große Themen am Ende allzu beiläufig klingen oder nur mehr Allgemeinplätze verbreiten. Eine Kostprobe: `Wenn wir uns offen von der Teilhabe an jeglicher Gemeinschaft lossagen, ... dann können wir zwar existieren, jedoch wird es eine armselige und unglückliche Existenz sein, in der wir nicht mit der Solidarität oder Hilfe anderer bei Misserfolgen oder Niederlagen rechnen können...`

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.06.2000

Mit großer Bewunderung schreibt Martin Seel über dieses "kleine Buch", dessen Leitmotiv die Neugierde sei. Ihm imponiert die "Nüchternheit" und Einfachheit, mit der Kolakowski seine Themen behandelt. Da gibt es kein Schielen nach Autoritäten oder Originalität und keine kunstvoll errichteten Gedankengebäude, die suggerieren, man brauche nur den richtigen Schlüssel und alle Fragen sind gelöst. Kolakowski habe einen "Altersstil" entwickelt, "der Lässigkeit mit Lakonie verbindet", lobt der Rezensent. Seine "Glossen" überzeugen Seel, dass es in der Philosophie nicht "auf die tolle These", sondern auf die "überraschende Verbindung vertrauter Gedanken" ankommt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren