Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Ein heißer Septembertag in Tel Aviv: Ein Straßenkehrer wird Zeuge eines Mordes. Der Mann zweifelt eine Sekunde lang an seinem Verstand, denn er glaubt, in dem Mörder einen alten Freund erkannt zu haben. Und dies würde in der Tat alle Regeln der Wahrscheinlichkeit außer Kraft setzen. Denn Sascha Sokolow ist kein gewöhnlicher Straßenkehrer. Noch vor kurzem war der emigrierte Russe einer der angesehensten Raumfahrtforscher seines Landes. Bis eine von ihm mitentwickelte Rakete beim Start expoldierte. Ein Roman über Freundschaft und Verrat vor dem Hintergrund des gerade ausbrechenden Golfkrieges, der Israel zu vernichten droht.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.02.2000
Mit großem Respekt bespricht Alexander von Bormann diesen Roman de Winters, der im Original schon 1992 erschienen ist und dem de Winter ersten Ruhm verdankt. Das Buch ist "subtil, genau, so spannend wie gebildet erzählt, schreibt Bormann und zählt beeindruckt auf, womit de Winter sich offensichtlich beschäftigt habe: Kabbala, Waffensystemen, Mafiastrukturen, Philosophie, Zeitgeschichte, Psychologie und Drogenkarrieren - und dann hat der Held, ein Raketeningenieur, natürlich auch noch ausgezeichnete physikalische Kenntnisse. Auch könne de Winter eine Person mit wenigen Strichen charakterisieren und eine Szene so beschreiben, daß sie "alle Sinne" anspricht. Besonders gelungen ist dies nach Bormann bei der Darstellung von Solokows Alkoholdelirien.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Im Vordergrund steht für Elisabeth Endres de Winters Schilderung der Profitgier und der quälenden Versuche, dabei doch noch ein "braver Bube" zu bleiben. Dies klingt moralisch und ist es auch. Endres lobt jedoch de Winter als einen Moralisten der "feineren, fast metaphysischen Sorte". Sie findet den Roman lehrreich, aber besonders hebt sie humorvollen Seiten und den Unterhaltungswert hervor. Endres bedauert lediglich, dass dieser bereits 1992 in den Niederlanden erschienene Roman erst jetzt auf deutsch vorliegt, nachdem de Winters "Der Himmel von Hollywood " von 1997 bereits vergangenes Jahr in Deutschland veröffentlicht worden ist. Im direkten Vergleich mit "Der Himmel von Hollywood" erscheinen ihr die Verflechtungen in "Sokolows Universum" nicht ganz so raffiniert.
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