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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lensey Namioka

Ailins Weg

(Ab 12 Jahre)

Cover: Ailins Weg

Anrich Verlag, Weinheim 2000
ISBN-10 3891064004
ISBN-13 9783891064009
Gebunden, 188 Seiten, 11,25 EUR

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Klappentext

Ab 12 Jahren. Aus dem Englischen von Anna Blankenburg. Ailin möchte rennen und springen und nicht nur so geziert trippeln können wie ihre älteren Schwestern. Darum wehrt sie sich als Fünfjährige mit allen Kräften, als ihr die Füße eingebunden werden sollen. Und da ihr Vater für die modernen Ideen, die sich auch in China um 1910 langsam ausbreiten, offen ist, unterstützt er sie. Ailins Füße bleiben unverkrüppelt. Doch damit ist sie in ihren Kreisen nicht mehr heiratsfähig, und nur in der Möglichkeit zu heiraten und Kinder zu gebären wird der Wert eines Mädchens gesehen. So muss Ailin neue Wege gehen...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2000

Regina Riepe gefällt dieses "wunderbar geschriebene Buch" vor allem deshalb, weil deutlich wird, wie schwer es für ein chinesischen Mädchen um die Jahrhundertwende war, seinen eigenen Weg zu gehen - etwas, was nach Ansicht der Rezensentin jedoch ohne weiteres auf andere Zeiten und Gegenden übertragbar zu sein scheint. Denn Thema des Buchs ist, wie sie betont, letztlich die Frage, ob "eine junge Frau sich damit begnügt, als Luxuswesen zu leben, als Statussymbol für einen reichen Mann". Anerkennend merkt Riepe an, dass auch die widersprüchlichen Gefühle von Ailins Familie "einfühlsam" von der Autorin geschildert werden. Insgesamt werde jedoch deutlich, dass man nur mit "großen Füßen" wirklich im Leben stehen und die Welt erforschen kann - die Großmutter der chinesisch-stämmigen Autorin habe dies selbst vorgemacht.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2000

Das zentrale Thema dieses Buches, findet Shirin Sojitrawalla, biete heute keinen Zündstoff mehr. Gemeint sind die Erlebnisse eines chinesischen Mädchens, das in den zwanziger Jahren von zu Hause weggelaufen ist, weil ihr die Füße eingebunden werden sollten. Wichtiger sei, wie Lensey Namioka vom "Fremdsein in der Welt" erzähle. Was bei anderen Autoren reichlich angestrengt wirke - nämlich "Kindern Ausländerfeindlichkeit aus- und Toleranz einzureden"- gelinge der chinesischen Autorin "wie hingetupft".

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