Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Lawrence Kohlberg
Die Psychologie der Lebensspanne
Klappentext
Aus dem Amerikanischen übersetzt, herausgegeben, bearbeitet und mit einer Einleitung versehen von Wolfgang Althof und Detlef Garz. Kohlberg folgt hier der Idee, den Menschen auf seinen verschiedenen Entwicklungsstufen als "Philosophen" zu sehen: Philosoph zu sein bedeutet, sich mit der sozialen und physischen Welt zu konfrontieren, sie zu konstruieren und sich in dieser Auseinandersetzung zu entwickeln. Dabei wird "Entwicklung" - anders als im übrigen Werk Kohlbergs - nicht auf den Bereich der Moral eingegrenzt, sondern in einem umfassenderen Sinn verstanden. Die Bildung des Selbst, verbunden mit den jeweiligen altersspezifischen Problemen und Krisen, steht darum im Mittelpunkt der Untersuchungen: die Überwindung des kindlichen Egozentrismus; die Identitätsbildung in der Adoleszenz; die schwierige Herausforderung des Relativismus im frühen Erwachsenenalter; Sinnfindung und Sinnstiftung des reifen Erwachsenen, schließlich die Frage nach dem Sinn des Lebens beim Älterwerdenden. Diese Etappen werden entwicklungspsychologisch systematisiert und im Zusammenhang zentraler Bezugstheorien von Erikson, Piaget, Marcia, Gilligan, Perry und Fowler reflektiert.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2000
Wolfgang Kersting lässt diesem nachgelassenen Buch wie der Philosophie und Moralpsychologie Lawrence Kohlbergs einen Verriss angedeihen, der im Ton freundlich scheint, letztlich aber recht herablassend daherkommt. Dadurch, dass Kohlberg mit Kant die höchste erreichbare Stufe moralischer Reflexion erreicht glaubt, erweise er sich letztlich als Hegelianer, und zwar in der dünnen Gegenwartsversion, er sei "der Fukuyama der Moralentwicklungstheorie". Um diese geht es, so Kersting, auch in diesen Schriften, darüber hinaus aber auch um eine "Theorie der Ich- und Identitätsentwicklung", die Kersting boshaft so zusammenfasst: "Man macht sich halt seine Gedanken; und nicht immer dieselben, sondern in unterschiedlichen Lebensspannen verschiedene". Er weist darauf hin, dass Kohlberg vielfach auf Piaget, Erikson, Perry, Fowler und andere Entwicklungspsychologen zurückgreift und das Selbstmißverständis aller Evolutionstheorien teilt. Diese seien, anders als es ihnen selbst scheine, keineswegs empirisch orientiert, sondern gerade im Gegenteil aufgrund einer vorgefassten Meinung über den kommenden Verlauf geradezu empirieresistent. Einfach gesagt: Kersting lässt kein gutes Haar an Kohlberg und seinem Werk.
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Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







