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Klappentext
Louis Armstrong wuchs in den Straßen von New Orleans auf, landete in der Besserungsanstalt und arbeitete als Zuhälter, bevor er anfing, in den Bordellen und Nachtclubs der Stadt Trompete zu spielen. Armstrongs Talent als Musiker, Komponist und Sänger machte Furore: Seine Schallplatten, seine Tourneen durch Amerika und Europa, seine Radiosendung - die erste, die von einem Farbigen moderiert wurde - und seine Filme trugen den Jazz von New Orleans in die ganze Welt. Laurence Bergreen zeichnet hier das Leben des begnadeten Musikers und ungestümen Lebemanns nach.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.07.2000
Dass diese Biografie 1997 nach ihrem Erscheinen in den USA so sehr gelobt worden ist, kann Manfred Papst kaum nachvollziehen. Ihm erscheint das Buch als ein Text, der "entsteht, wenn Heldenverehrung und Sammlerfleiß sich mit den Stilmitteln des Trivialromans artikulieren". Zwar räumt er ein, dass ein Biograf es mit Louis Armstrong auch nicht leicht hat. Zu groß ist die Anzahl der verfügbaren Quellen und angesichts des "turbulenten Lebens" des Musikers gibt er zu, dass viel Geschick dazu gehört, dies auf eine sinnvolle Weise in einer Biografie darzustellen. Dass Bergreen ausgiebig Archive durchforstet und auch zahlreiche Zeitzeugen befragt hat, weiß Papst durchaus zu schätzen. Er bedauert allerdings die seiner Ansicht nach "aufgedunsene, effekthascherische und hollywoodhafte" Darstellung. Man wird "buchstäblich über jede Schüssel kreolischen Reis mit roten Bohnen, jeden Joint, jeden Verdauungsvorgang einzeln orientiert", so der Rezensent. Armstrongs Musik jedoch werde nur kurz, geradezu beiläufig abgehandelt. Über "seine Kunst lernt (der Leser) so viel wie aus `Ben Hur` über die frühen Tage der Christenheit", lautet das Fazit des Rezensenten, der aber Diskografie, Filmografie, Anmerkungsapparat und Register diese Bandes durchaus für brauchbar hält.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.06.2000
Die bislang ausführlichste Biographie des Jazzmusikers Louis Armstrong liegt nun auch auf Deutsch vor, und diese Ausführlichkeit ist ihr Werner Burkhardt zufolge nicht zur Länglichkeit geraten. Der Rezensent lobt das Buch, das aufschlussreich für den Novizen und reich an kleinen überraschenden Details für den Kenner sei. Keine glatte Erfolgs-Story, die das derbe Herkunftsmilieu Armstrongs weder ausspare noch dramatisiere. Nebenbei zeichne der Autor lebendige Porträts wichtiger Weggenossen Armstrongs wie etwa von Bix Beiderbecke, Bessie Smith oder Lil Hardin, Satchmos zweiter Frau. Auch den umfangreichen Apparat findet Burkhardt nützlich; er bedauert einzig, dass der Autor nicht den Mut gehabt hat, sich der kräftigen Ausdrucksweise zu bedienen, die er an Armstrong so bewundert.
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