Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Gabriele Haefs. Mit Illustrationen der Autorin. Betty Moody und ich, Clarice Bean, müssen unbedingt den Fall des verschwundenen Pokals aufklären. Meine Oma sagt zwar, diese Welt sei ein rätselhafter Ort, mit Menschen im All und überhaupt. Aber dieses Rätsel müssen wir lösen. Schließlich werden wir bestimmt und mit aller Wahrscheinlichkeit den Buchwettbewerb gewinnen. Mindestens. Aber das geht nimmermehr, nie und mitnichten, wenn der Pokal nicht wieder auftaucht ...
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.03.2004
Angelika Ohland musste qualvoll feststellen, dass Welten zwischen dem Humor von Kindern und dem von Erwachsenen liegen, und ist wild entschlossen, die kindliche Humorentwicklung durch die passenden Bücher in die von ihr favorisierte Richtung zu beeinflussen. Ein Mittel zu diesem Zweck scheint ihr Lauren Childs Geschichte über Clarice Bean zu sein. Das Mädchen habe seine Ziele klar vor Augen, aber wie das nun mal so sei, hätten die Eltern sowie die verhasste Lehrerin da ganz andere Vorstellung. So komme es, dass in diesem Buch viele "böse Worte" fallen, ohne die Aussicht auf ein friedvolles Happy End. Was die Rezensentin begeistert und ihr wesentlich lieber zu sein scheint, als alles pädagogisch wertvolle Geschwafel.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2004
Durch und durch gut unterhalten fühlte sich Rezensentin Caroline Roeder von diesem Kinderbuch. Die Autorin vermischt ihren Informationen zufolge in diesem "wunderbar im Girlie-Tagebuchformat" gebundenen Buch ironisch fiktionale und mediale Welten, und zwar "auf unkonventionelle Weise". Zwei Geschichten laufen, wie wir lesen, in diesem Buch parallel (und unterschiedlich typografisch gesetzt): die der "hippen" elfjährigen Undercoveragentin Ruby Redfort und die der eigentlichen Heldin Clarice Bean. Auch Clarice erlebt neben dem ganz normalen Kindheitsstress eine Detektivgeschichte, und die wechselnden Abenteuer der beiden haben die Rezensentin sichtlich amüsiert. Auch die grafische Gestaltung und die "schnellgestrichelten" Illustrationen der Autorin haben Roeder gefallen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.03.2004
Sigrun Beck machte unterhaltsam Bekanntschaft mit Lauren Childs zwölfjähriger Heldin Clarice Bean, die lieber ein Einzelkind wäre und ihre altmodischen Eltern gern gegen die "modernen" ihrer Freundin Betty tauschen würde. Als ein wichtiger Pokal aus ihrer Schule verschwindet, begibt sich Clarice auf Spurensuche, erzählt die Rezensentin: Modell stehe dabei die Detektivin "Ruby Redfort", die Heldin aus den Abenteuerbüchern, die Clarice buchstäblich verschlinge. "Sehr geschickt" hat Child so in ihre Erzählung einen "versteckten" Erzählstrang eingewoben, "der vom Lesen und vom Klügerwerden" handelt, lobt Beck.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.03.2004
Ja, dies ist ein "Mädchenbuch", schreibt Siggi Seuss, aber das sei kein Grund zur Herablassung, weder für die Oberschlauen noch für die bösen Buben. Voller Entzücken schildert der Rezensent, wie die kleine Clarice Bean für ihre Lieblingslektüre eintritt, der weder Karl Wrenbury, ihr flegelhafter Partner bei der Buchvorstellung, noch die schreckliche Lehrerin Mrs. Wilberton etwas abgewinnen können. Doch Clarice weiß, worauf es ankommt, verfügt über "unerschütterliche Kampfeslust" und lässt sich die "Gesammelten Abenteuer der Ruby Redfort", der heimlichen Geheimagentin, nicht ausreden. Schließlich freut sich der Rezensent, dass die Sätze in Lauren Childs Buch "auf den Seiten Kapriolen schlagen" und "Clarice und ihre schräge Gesellschaft als Karikaturen" herumtanzen. Denn Lauren Child, so Seuss, ist auch noch eine ausgezeichnete Illustratorin.
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