Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Laure Wyss

Schuhwerk im Kopf

und andere Geschichten

Limmat Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 385791341X
ISBN-13 9783857913419
gebunden, 66 Seiten, 10,12 EUR

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Klappentext

Begegnungen mit alten Menschen in Vergangenheit und Gegenwart und damit auch mit sich selbst: Laure Wyss formuliert weder Rezepte fürs Altwerden noch Altersweisheiten. Sie schildert Erinnern und Vergessen, Schwierigkeiten des Alltags, notwendige Hilfe, Altersheim, Taschenraub, eine beschwichtigende Umgebung. Durch die kurzen Prosatexte bekommt man eine Ahnung davon, was das Leben im Alter bedeutet und fordert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.03.2000

Beatrice Eichmann-Leutenegger fällt nur Gutes zu dieser kleinen Sammlung von Geschichten ein. Begeistert porträtiert sie zunächst in kurzer Form die Autorin, die sie als ein - im positiven Sinne - „störrisches Naturell“ bezeichnet, und der man anmerke, dass sie in ihrem Leben mit allerhand Widerständen zu kämpfen gehabt habe. Eine Jasagerin sei Wyss dabei nicht geworden, vielmehr eine Frau mit kritischem Blick und einem „vitalen Eigenwillen“. So bieten denn die Geschichten, die früher bereits in Anthologien und Zeitungen erschienen sind, trotz ihrer leicht zugänglichen Thematik einige „Knacknüsse“, so Eichmann-Leutenegger. Als anschauliches Beispiel wählt die Rezensentin Wyss` Gedanken über ein langsames Sterben und die Möglichkeiten, sich in dieser Zeit selbst näher kommen zu können. Wyss tritt aber hier, so die Rezensentin, nicht als „Trostspenderin“ auf, wie man es von einer Frau vielleicht erwarten würde. Eichmann-Leutenegger weiß es zu schätzen, dass man trotz - oder gerade wegen - der Zurücknahme ihrer eigenen Person, von Wyss und ihren Geschichten viel lernen könne.

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