Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lars P. Feld, Gebhard Kirchgässner, Marcel R. Savioz

Die direkte Demokratie

Modern, erfolgreich, entwicklungs- und exportfähig

Cover: Die direkte Demokratie

Franz Vahlen Verlag, München 1999
ISBN-10 3719018377
ISBN-13 9783719018375
Gebunden, 238 Seiten, 24,03 EUR

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Klappentext

Soll die direkte Demokratie in der Schweiz ausgebaut oder eingeschränkt werden? Die vorliegende Arbeit der drei Wirtschaftswissenschaftler von der Universität St. Gallen versucht auf diese Frage eine Antwort zu geben, indem die heute in der Schweiz vorgebrachten Reformvorschläge vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Schweiz und den Vereinigten Staaten, aber auch der Weimarer Republik diskutiert werden. Es wird gezeigt, daß die vorliegende empirische Evidenz eher für als gegen die direkte Demokratie spricht; im Vergleich zu rein repräsentativen Systemen führt sie im Durchschnitt zu ökonomisch wie politisch effizienteren Lösungen. Daher sollte man bei der anstehenden Reform der Volksrechte eher an eine Ausweitung dieser Rechte, z.B. durch Einführung des Finanzreferendums auf Bundesebene, denken als eine Einschränkung.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.08.2000

Peter Lösche ist über dieses Buch geteilter Meinung. Einerseits bewertet er es als durchaus "anregend, informativ, bedenkenswert", zumal die Autoren auch einen Blick auf die Situation in den USA und der Weimarer Republik werfen. Andererseits jedoch findet er es fragwürdig, das Schweizer Modell als uneingeschränkt exportfähig anzupreisen. Auf die Frage, wie dies praktisch geschehen solle, wird nach Ansicht Lösches denn auch zu wenig eingegangen. Ebenso bleibt unerwähnt, so der Rezensent, dass die "direkte Demokratie" in den Vereinigten Staaten, beispielsweise hinsichtlich der Proposition 13, zwar zu Steuersenkungen geführt hat, jedoch auf "Kosten des Schulsystems" und der unteren sozialen Schichten. Lösche hätte es außerdem eine Erläuterung für sinnvoll gehalten, wie sehr gerade in den Vereinigten Staaten teure Werbekampagnen die Wählerentscheidungen beeinflussen, Werbekampagnen, die sich letztlich nur reiche Leute leisten könnten. Trotzdem empfiehlt der Rezensent das Buch an der Thematik interessierten Lesern, nicht zuletzt, weil man sich an den Thesen "so herrlich reiben kann".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren