Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kurt Vonnegut

Mann ohne Land

Cover: Mann ohne Land

Pendo Verlag, Starnberg 2006
ISBN-10 386612077X
ISBN-13 9783866120778
Gebunden, 170 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Harry Rowohlt. Nach vielen Jahren legt Kurt Vonnegut, der Doyen der amerikanischen Literatur, ein Buch über sein Land und zugleich einen Blick auf das Leben vor, der Autobiografisches und politische Analyse verbindet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.04.2006

Rezensent Hans-Peter Kunisch feiert den Autor als eine Art literarisches Wunder, denn er werde sowohl von Akademikern als auch vom so genannten Mann auf der Straße gelesen. Wie gelingt das? Einfach mit guten Sätzen, meint der Rezensent, wie zum Beispiel den drei Zeilen, in denen der Heiratsschwindler Wait als "klar konturierte und zugleich geheimnisvolle" Figur vorgestellt werde. Vonneguts Stil sei sowohl humorvoll und verständlich als auch mit den nötigen Kanten versehen, um ein intellektuelleres Publikum anzusprechen. Worum es im vorliegenden "poetisch-essayistischen Erinnerungsbuch" genauer geht, verrät der Rezensent nicht, wohl aber, auf welche Weise der bekennende Sozialist in "Bush-Country" seine Leser "bei der Hand" zu nehmen versteht, und ihnen einen Vortrag über Marx und die Sklaverei hält. In allen Stillagen und Genres, von "Schnulze bis Kafka", treffe der Autor stets den richtigen Ton, und das, so der Rezensent, mache das Phänomen Vonnegut eben aus.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.04.2006

Ein "weises, witziges Abschiedsbuch" hat Georg Diez gelesen, verfasst vom 83-jährigen Kurt Vonnegut, der eigentlich gar kein Buch mehr schreiben wollte. Aber der Verleger hat diverse Fundstücke so "gekonnt" zusammengefügt, dass daraus letzten Endes sogar ein Roman geworden ist, wie Diez erfreut notiert. Was dem Rezensenten an diesem "schrulligen Cousin" von Samuel Beckett so imponiert, ist der "verzweifelte Witz", mit dem dieser die Bush-Regierung und seine Zeit überhaupt kommentiert. "Extrem gut gelaunte Zivilisationskritik" hat Diez hier vorgefunden, der diese Art von "Literatur als Leichtigkeitsübung" auch für die einzig mögliche Art der Zivilisationskritik hält. Die "wunderbare" Übersetzung durch Harry Rowohlt tut ein Übriges, um diese Besprechung zu einer konsequenten Eloge werden zu lassen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren