Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kurt Schwitters

Von der Gurgel bis zur Zehe

2 CDs

Cover: Von der Gurgel bis zur Zehe

Kein und Aber Records, Zürich 2003
ISBN-10 3036911421
ISBN-13 9783036911427
CD, 19,90 EUR

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Klappentext

2 CDs gelesen von Bernd Rauschenbach.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.10.2003

Konrad Heidkamp ist von der Vortragskunst Bernd Rauschenbachs, der sich an den Texten Kurt Schwitters' versucht hat, hin- und hergerissen. Vollauf begeistert ist er von der ersten der beiden CD's und dementsprechend lebhaft beschreibt der Rezensent auch seine Hörerlebnisse. So erfahren wir, dass der Vortragende nicht allein "souverän" zu "trällern und stakkatieren" versteht, sondern zudem auch noch die "Buchstaben singen" lassen kann. Ganz anders dagegen die "enttäuschende" zweite CD, die "harmlosen Anti-Spießer-Humor als Kurzprosa" verkaufe.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2003

Nicht wirklich zufrieden ist Rezensent Michael Lentz mit dieser Schwitters-Einlesung. "Avantgarde kann ganz schön spießig sein!" seufzt er geplagt und gibt zu Protokoll, das Vorleser Bernd Rauschenbach aus seiner Sicht den Herrn Schwitters in den 35 Vortragstexten der ersten CD "ganz schön eingeebnet" hat. Strafmildernd räumt Lentz jedoch ein, dass Rauschenbachs "deklinierte Versionen" auch die "implizierte Muffigkeit" mancher Schwitterstexte bloßlegen. Die berühmte Ursonate dagegen findet der Rezensent "wie eine artige artikulatorische Übung" gelesen. Die von Schwitters vorgeschriebene "Wiederholungshaftigkeit" jedoch kann ihn als Rauschenbach-Hörer dann doch in eine "wippende Trance, eine nachhorchende Selbstvergessenheit" versetzen. Toll hat Rauschenbach den Unsinnseinakter "Der Schürn" in Szene gesetzt, schreibt Lentz, der gelegentlich doch einräumen muss, dass Schwitters ihn auch heute noch immer überraschen kann.

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