Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kurt Scharr (Hrsg.)

Die Karpaten

Balthasar Hacquet und das 'vergessene' Gebirge in Europa

Cover: Die Karpaten

Studien Verlag, Innsbruck 2004
ISBN-10 3706519526
ISBN-13 9783706519526
Gebunden, 332 Seiten, 36,00 EUR

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Klappentext

Mit Karten und zahlreichen illustrationen. Die Karpaten zählen neben den Alpen zu den wichtigsten, zentral gelegenen Gebirgsformationen Europas. Während des 19. Jahrhunderts versuchte man zunehmend, sie für den Tourismus zu erschließen. Mit August 1914 fand diese Entwicklung jedoch ein jähes und lang andauerndes Ende. Der Karpatenbogen zerfiel in einzelne nationalstaatliche Teilsegmente: Tschechoslowakei, Polen, Sowjetunion, Rumänien und Ungarn. Die verschiedenen nationalen Minderheiten gerieten zum - sich vielfach nachteilig für die jeweils zahlenmäßig unterlegene Bevölkerungsgruppe auswirkenden - Diskussionsgegenstand der oftmals nationalistischen Tagespolitik junger Staaten auf der Suche nach ihrer Identität. In der Folge waren und sind die Beziehungen zwischen diesen Staaten nach 1945 bis in die Gegenwart oftmals von gegenseitigem Misstrauen geprägt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2004

Mehr als mühsam fand der Rezensent mit dem Kürzel "tg" die Lektüre dieses Karpatenbuches. Auch sein 1739 geborener Autor wirkte ausgesprochen unangenehm auf ihn. Nicht nur wegen dessen Animositäten und Vorurteilen "Juden und Paffen" und Armeniern in der beschriebenen Region gegenüber, sondern auch, weil Herr Hacquets Urteilskraft aus seiner Sicht insgesamt von keinerlei Selbstzweifel getrübt gewesen zu sein scheint. Auch das "bemüht gelehrsame Vorwort" schafft hier wohl wenig Differenzierungsvermögen. Störend findet der Rezensent auch, dass vom Herausgeber nicht nur Sprache und Schreibweise des uralten Originals sondern auch sämtliche Druckfehler fast unverändert übernommen wurde.

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