Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Konrad Ratz (Hrsg.)

Vor Sehnsucht nach dir vergehend

Der private Briefwechsel zwischen Maximilian von Mexiko und seiner Frau Charlotte

Cover: Vor Sehnsucht nach dir vergehend

Amalthea Verlag, Wien 2000
ISBN-10 3850024415
ISBN-13 9783850024419
Gebunden, 464 Seiten, 27,87 EUR

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.08.2000

Zwiespältig äußert sich Hanno Zickgraf zu diesem Buch. Einerseits mokiert er sich über das "Pathos des Ehrenretters" des Herausgebers und die Aufmachung bzw. den Titel des Buchs, womit man es - wie er vermutet - vor allem auf das "Publikum adelsseliger Nostalgiker oder Serienromanleser" abgesehen habe. Zum anderen aber geben die Briefe nach Ansicht des Rezensenten Aufschluss über den Niedergang, "wenn nicht gar Verwahrlosung" einer `Elite`. So weist Zickgraf darauf hin, dass man wenig über das Kaiserreich erfährt, jedoch umso mehr über die Befindlichkeiten des Maximilian und seiner Gattin. Maximilian erscheint demnach reichlich naiv, als ein Mann, der andere Menschen in Freunde und Feinde aufteilt, der sich immer wieder über die kühle Witterung beklagt und ansonsten seine Frau mit emphatischen und doch gleichzeitig leblosen Liebeserklärungen beglückt - damit auch sie ihn lieb hat. Charlotte hingegen, so erfährt der Leser, zeigt deutlich stärkeren Herrscherinstinkt, ihre Beobachtungen seien "differenzierter", allerdings zeigt sich Zickgraf von ihrer Überheblichkeit gegenüber den Einheimischen spürbar abgestoßen.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.07.2000

Der Rezensent mit dem Kürzel „rox“ scheint die Herausgabe dieser Briefe grundsätzlich zu begrüßen - ist doch die europäische Fachliteratur zu Maximilian von Mexiko immer noch von Legenden und Klischees geprägt, wie er anmerkt. Auch zum Privatleben Maximilians und seiner Frau soll es böse Gerüchte gegeben haben. Diesen nehmen die vorliegenden Briefe jedoch, so „rox“, den Wind aus den Segeln: So ist nämlich alles „liebevoll, rosig und einvernehmlich, zu und her gegangen (...) bei den Hoheiten“. Bei so viel Süßholzraspeln allerdings verlieren sich „die Konturen des Politischen fast vollständig“, wie der Rezensent feststellt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren