Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Konrad Adam

Staat machen

Warum die neue Mitte keine ist und wir die alte brauchen

Cover: Staat machen

Siedler Verlag, Berlin 1999
ISBN-10 3886806790
ISBN-13 9783886806799
gebunden, 160 Seiten, 15,29 EUR

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Klappentext

Der Wahlausgang von September 1998 hat die CDU als "geborene" Regierungspartei härter getroffen, als sie sich selbst eingestehen will. Ihre Politik gegen die imaginären Gefahren einer "Berliner Republik" trägt dazu bei, daß sich dieser Begriff mit Rot und Grün verbindet, während die CDU als Nachlaßverwalterin des Alten in Bonn zurück bleiben könnte. Wie kann die Union unter solchen Umständen Profil gewinnen? Vielleicht als radikaler Anwalt der bürgerlichen Freiheit. Wenn sie sich angesichts des wachsenden Abstands zwischen Saat und Gesellschaft auf die Seite der Bürger schlägt, könnte sie gewinnen. Die Union hätte allerdings Abschied zu nehmen von der Rolle einer etablierten Staatspartei, und sie müßte das europäische Projekt mit mehr Vorsicht betreiben als bisher.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.10.1999

Harry Nutt weiß "über den Mangel an Staatsklugheit", wie er seine Rezension überschreibt, viel zu gut Bescheid, als dass er sich lange bei Konrad Adams Buch "Staat machen" aufhalten würden. Das macht seine Kritik sehr anregend, hat aber den Nachteil, das man oft nicht weiß, von wem welcher Gedanke stammt. Für die amüsantesten Stellen des Buches hält Nutt die Passagen, in denen Adam sich seinen Lieblingsfeinden widmet: Den 68ern und den Grünen. Hier macht Nutt viele "gute Einfälle" aus, dem wichtigsten Bestandteil eines gelungen Essays. Nur leider, kritisiert er, belässt Adam es oft dabei. Schließlich könnte es der konservative Publizist besser machen, meint Nutt, wenn er gesehen hätte, dass die 68er Generation für mehr steht als nur einen gekonnten Umgang mit den Medien: nämlich für "eine Essayistik, die unter dem Stichwort `Inlandsethnographie` den Alltag auf den Begriff brachte".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren