Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ko Un

Die Sterne über dem Land der Väter

Cover: Die Sterne über dem Land der Väter

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 351822395X
ISBN-13 9783518223956
Gebunden, 101 Seiten, 10,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Koreanischen von Woon-Jung Chei u. Siegfried Schaarschmidt. Ko Un ist einer der bedeutendsten Dichter Koreas. 1933 wurde er als ältester Sohn einer Bauernfamilie in der Provins Chollado im Südwesten der koreanischen Halbinsel geboren. Mit neunzehn trat er in ein zen-buddhistisches Kloster ein und verbrachte dort zehn Jahre. In dieser Zeit begann er Gedichte zu schreiben. 'Die Sterne über dem Land der Väter', 1984 in Korea erschienen, ist Ko Uns erste Buchveröffentlichung in deutscher Sprache.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2005

"Man könnte", schreibt Katharina Borchardt, "die Geschichte des modernen Korea und seiner Literatur durchaus als eine Geschichte der Inhaftierung seiner Dichter schreiben." Als Kind von den damaligen Kolonialherren zwangsjapanisiert, war der erwachsene Ko Un (geboren 1933) ein Aktivist des Massenaufstandes gegen die koreanische Militärdiktatur im Jahr 1980; er wurde verhaftet und gefoltert. Die hier versammelten Gedichte, informiert Borchardt, erschienen nach seiner Freilassung und enthalten zum einen wütende Kritik am japanischen Kolonialismus und der Diktatur. Zum anderen sind sie Teil von Ko Uns andauerndem Projekt, "über alle Personen, die ihm in seinem Leben begegnen, ein Gedicht zu schreiben". Moderne Geschichtsschreibung von unten, meint die Rezensentin - aber auch ein Zeugnis des buddhistischen Empathie-Ideals.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren