Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Die Geschichte eines einfachen Mannes, Isak, der in der kargen Nordmark Norwegens ein Stück Boden urbar macht, sich einen Hof erbaut und erste Tiere hinzukauft. Nur eine Frau fehlt ihm. Aber wer will schon bei einem schwerfälligem und nicht gerade hübschen Mann in der Einöde leben? Eines Tages findet eine Frau den Weg zu seinem Hof. Sie hat zwar eine Hasenscharte und ist nicht mehr ganz jung, aber bereit, Bett, Haus und Arbeit mit Isak zu teilen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.10.2000
Aldo Keel scheint es sehr zu begrüßen, dass dieser Roman, für den Hamsun 1920 den Nobelpreis erhielt, nun in einer neuen Übersetzung erschienen ist. Die Übertragung durch Alken Bruns lasse frühere Versionen `recht papieren` wirken, zumal es ihm gelungen sei, gerade die Lebendigkeit der Sätzen Hamsuns zu bewahren. Keel versucht in seiner Rezension, dieses Buch gegen den Vorwurf zu verteidigen, Hamsun habe hier ein `Blut-und-Boden-Epos` geschrieben. Dafür sei das Buch viel zu `ironisch, vieldeutig und desillusionistisch`. Den Protagonisten findet er in keiner Weise heldenhaft. Vielmehr fühlt sich Keel bei dem Protagonisten Isak an einen `Komiker eines Stummfilms` erinnert. Darüber hinaus weist Keel auf zahlreiche Gegensätze in diesem Buch hin. So gebe es zwar durchaus `Identifikationsangebote`, die aber sogleich wieder sabotiert werden. Auch der Zynismus Hamsuns ist ihm aufgefallen, andererseits gibt es komische oder auch verletzliche Passagen. Aus der Tatsache, dass Hamsun prinzipiell auch eine Nähe zu faschistischen Gedanken aufwies, macht der Rezensent in seiner Besprechung keinen Hehl.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Lukas Hartmann: Räuberleben
Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
Theodor W. Adorno: Philosophie und Soziologie (1960)
Herausgegeben von Dirk Braunstein. Die Vorlesung über "Philosophie und Soziologie" aus dem Sommersemester ...
Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







