Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Knut Hamsun

Pan

Aus Leutnant Thomas Glahns Papieren. Roman

Cover: Pan

Manesse Verlag, München 2009
ISBN-10 3717521705
ISBN-13 9783717521709
Gebunden, 251 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Norwegischen von Ingeborg und Aldo Keel. "Pan" ist ein Roman über das flüchtige Glück weltentrückter Leidenschaft, über Treue, Verrat und das Delirium der Eifersucht. Dem Gott des Waldes gewidmet, verbindet er flirrende Erotik mit der mythischen Aura sinnlicher Erscheinungen. Die 1894 erschienene Romanze besticht durch suggestive, atmosphärisch dichte Erzählkunst.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Knut Hamsun: "Pan" - Leseprobe beim Manesse Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2009

Ein Leutnant Glahn, über dessen Vorleben man gar nichts erfährt, zieht sich zurück auf eine Hütte in den norwegischen Bergen. Dort lernt er - zwischen schwärmerischen Landschaftsbeschreibungen - Edvarda kennen und lieben, nur liebt sie ihn, auch weil der Vater sich einen ganz anderen als Mann seiner Tochter vorstellt, nicht zurück. Darüber wird Glahn, der zwischendurch mit einer anderen schläft, diese dann aus Versehen jedoch tötet, zum exemplarischen "Neurastheniker" seiner Epoche. Großartig findet es der Rezensent Wolfgang Schneider, dass im Innern der Hamsunschen Figuren "kein psychologisches Lämpchen glüht". Als deutliche Verbesserung wird die Neuübersetzung des Buchs durch Ingeborg und Aldo Keel gelobt.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.06.2009

Burkhard Müller hat die Neuübersetzung von Knut Hamsuns 1894 publizierten Roman "Pan" gelesen und ergibt sich etwas perplex den im kurzen norwegischen Sommer wild wogenden Affekten der Protagonisten. Es geht um den Jäger Thomas Glahn, der sich in die Tochter des "Fjordbarons" verliebt und nach einer heftigen Affäre unvermittelt von ihr abgewiesen wird; dafür verbindet sich Glahn mit der Frau des Schmieds, die seinetwegen zu Tode kommt. Jahre später begegnet ihm der Leser in Südindien wieder, wo er einen Mitjäger dazu provoziert, ihn zu erschießen. Soweit die Zusammenfassung des Rezensenten, der klarstellt, dass man in diesem Roman nach einer Entwicklung von Charakteren oder biografischer Plausibilität vergebens sucht. Wichtiger in diesem Buch erscheint Müller die Schilderung eines rauschhaften Sommers, der die Figuren "am Rande des Überschnappens" zeigt. Die Übersetzer Ingeborg und Aldo Keels preist der Rezensent ausdrücklich, weil sie gerade für die Wildheit der Natur eine sehr überzeugende Übertragung ins Deutsche gefunden haben.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren