Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Einhunderteinundfünfzig Schauplätze, Geschichten und Schicksale, die die Welt kaum spürbar und doch entscheidend verändert haben. Der weit gereiste Erzähler präsentiert sich und die Welt in einem Bericht voller unvergesslicher Kürzestromane, Portraits und Bilder, aus denen sich ein eigenwilliger, komischer und bestürzender Blick auf die Menschheit ergibt.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Klaus Ungerer: Alles über die Welt - Leseprobe beim Karl Blessing Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2008
Ein kindliches Vergnügen - hatte zumindest der Autor, wie es aussieht. Für Martin Halter ist die Lektüre indes nicht nur Zuckerschlecken. Zwar kann er die Glossentauglichkeit, den Sprachwitz Klaus Ungerers und seine kühne Bricolage aus Indianerlegenden, fröhlicher Wissenschaft und Reisefeuilleton gar nicht hoch genug loben. Mitunter allerdings geht ihm die Chose zu weit, gerät der Text (Roman trifft es nicht ganz, meint Halter) zu höherem Schwachsinn und läppischem Geblödel oder Flunkerei. Wie gutmütig aber ist der Rezensent am Feiertag! Noch an absolut sinnfreier Sprachmelodie will er sich ergötzen. Das ist, erklärt er milde, doch ungemein entspannend.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2008
Rezensent Alexander Kissler entdeckt hinter der ironischen Fassade, mit der Klaus Ungerers Debüt "Alles über die Welt" - und das heißt hier Katastrophen, Todesfälle und andere Unglücke - in 151 kurzen Episoden zusammenstellt, einen "hochmoralischen Zweck", der ihn nach anfänglichem Zögern auch motiviert weiterzulesen. Jene moralische Absicht liegt laut Rezensent in dem Bemühen, alldem ein "melancholisch-heiteres" Denkmal zu setzen, was "unbetrauert verschied" aus der Welt. Denn durch eben diese Haltung würden auch die rhetorischen Eskapaden des Erzählers, seine onomatopoetischen Anwandlungen und bemühte Verwendung von Floskeln erträglich, meint der Rezensent. Ein Roman, befindet Kissler knapp, ist diese alphabetisch geordnete, imaginierte Reise an die Schauplätze der großen Katastrophen allerdings nicht.
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