Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Klaus Scholtissek

In ihm sein und bleiben

Die Sprache der Immanenz in den johanneischen Schriften

Herder Verlag, Freiburg 1999
ISBN-10 345127096X
ISBN-13 9783451270963
Gebunden, 436 Seiten, 50,11 EUR

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Klappentext

Nach jüdisch-christlicher Glaubensüberzeugung handelt Gott in seiner Schöpfung und in der menschlichen Geschichte besonders in der Erwählung und Wegführung seines Volkes, in dessen Mitte er "wohnen" will. Das Johannesevangelium spricht wie die anderen Evangelien von der Gegenwart Gottes in der Sendung und in der Person Jesus von Nazaret. Nur im vierten Evangelium finden sich die Worte Jesu über die wechselseitige Einwohnung von Vater und Sohn ("Der Vater ist in mir und ich bin im Vater" - Joh 10,38) sowie die Übertragung dieser Aussage auf die Beziehung zwischen dem Sohn und den Glaubenden ("Ihr seid in mir und ich in euch" - Joh 14,20). Die vorliegende Studie interpretiert diese Sprach- und Denkfigur, die in den johanneischen Schriften vielfach und in zahlreichen Abwandlungen begegnet, auch im Kontext der jüdischen und griechische Religions- bzw. Philosophiegeschichte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2000

Dies ist, so der Rezensent Klaus Berger, ein "Buch, das man nur als perfekt bezeichnen kann". Das bezieht sich allerdings vor allem auf den anmerkungsversessenen Forscherfleiß (2172 Fußnoten!) des Autors. Denn wenngleich Berger der Grundthese von Scholtisseks Buch zustimmt, die das Johannesevangelium in starkem Bezug auf das Judentum sieht und nicht in Opposition dazu, gibt es dann doch so manches zu bemängeln. "Eher zirkuläre Urteile" etwa - und auch Scholtisseks Ansätze zur "relecture" und "réecriture" scheinen ihm "stark ideologisch belastet".

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