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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Klaus Sasse

Bilder aus russischer Kriegsgefangenschaft

Erinnerungen und Fotos aus Jelabuga und anderen sowjetischen Lagern 1945 - 1949

Cover: Bilder aus russischer Kriegsgefangenschaft

Waxmann Verlag, Münster 1999
ISBN-10 3893258140
ISBN-13 9783893258147
Broschiert, 280 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Mit 84 Abbildungen und Beiträgen von Ernst H. Segschneider, Friedrich Korte, und Hubert E. Heckmann. Fotodokumente aus russischen Kriegsgefangenenlagern sind äußerst selten. Wie hätte es ein Gefangener auch schaffen sollen, eine Kamera ständig vor den Wachen zu verstecken, heimlich zu fotografieren und dann auch noch die Filme unbemerkt aus den Lagern zu schmuggeln? Und doch tauchte in den fünfziger Jahren eine Reihe von Bildern aus den Lagern in Jelabuga, Kasan und Selenodolsk auf, die das Schicksal der Insassen aus der Perspektive eines Gefangenen auf eindrucksvolle Weise dokumentieren. Lange Zeit blieb die Herkunft der Bilder ein Rätsel. Erst vor kurzer Zeit gelang es endlich, Klaus Sasse als Fotografen der Bilder ausfindig zu machen und ihn dazu zu bewegen, seine Erinnerungen an diese Zeit niederzuschreiben und die Bilder zu kommentieren. Text und Bilder beschreiben vor allem die Erfahrungen eines Kriegsgefangenen, der wie so viele andere nach dem Ende des Krieges fünf Jahre in verschiedenen russischen Arbeitslagern gefangengehalten wurde.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2000

Rainer Behring sieht in dem Bildband ein wichtiges Dokument, das die immer noch dunkle Geschichte der sowjetischen Kriegsgefangenen durch Fotos und den Erlebnisbericht des ehemaligen Leutnants eindrucksvoll beleuchtet. Besonders die Fotos, die der Autor unter Lebensgefahr im Lager gemacht habe, stellten als geschlossene Serie von 180 Bildern, von denen fast die Hälfte abgedruckt seien, eine "einzigartige" Quelle dar. Dabei seien die Bilder insgesamt "wenig spektakulär", vielmehr schilderten sie eindringlich den Alltag der inhaftierten Offiziere in seiner Mischung aus Entbehrungen, schwerer Arbeit und Langeweile. Der Rezensent lobt zudem die Fairness, mit der der Autor seine sowjetischen Bewacher beurteile und trotz des persönlichen Elends Einsicht auch in das "triste Dasein" der Sowjets nach dem Krieg zeige.

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