Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Mehr medizinische Leistung produziert mehr Kranke. Mehr Kranke kosten mehr Geld. Mehr Kosten machen das Sozialwesen kaputt. Wir waren noch nie so gesund, dennoch sind 40 Prozent der Patienten chronisch krank und verursachen 75 Prozent der Ausgaben im Gesundheitswesen. Die neuen medizinischen Trends, inklusive der Wellness-Industrie, treiben in Wirklichkeit der Gesellschaft ihre Gesundheit aus. Medizin ist zur Dienstleistung verkommen, die den Mechanismen des Marktes unterliegt und damit künstliche Bedürfnisse erzwingen muss. Der profilierte Autor und Sozialpsychiater Klaus Dörner zeigt in zwölf Thesen die Missstände in unserem Gesundheitswesen auf und weist den Weg einer zukünftigen Heilung.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.12.2003
Man könnte an diesem Buch resignieren, schreibt Elisabeth von Thadden, weil Klaus Dörner nicht weniger als eine "kopernikanische Wende" des Gesundheitssystems im Sinn habe. Aber auch wenn sie kaum umsetzbar erscheinen, kann die Rezensentin Dörners zwölf Reformthesen doch nur unterschreiben. Auf christlich-jüdischen wie zivilgesellschaftlichem Fundament und mit den Theorien von Hans-Georg Gadamer und Emmanuel Levinas entwerfe der Autor eine Medizin, die Kranke wieder in Bürger verwandeln will. Denn Gesundheit lasse sich nicht herstellen, je mehr man sie "haben" will. "Das ist die Quintessenz Dörners."
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