Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Die Berliner Mauer gehört zu den bedeutendsten historisch-politischen Symbolen der Menschheit, vergleichbar mit Auschwitz, Hiroshima oder der Freiheitsstatue. Sie steht für eine zweifache Botschaft: Unterdrückung und Befreiung. Die Mauer steht für den Kalten Krieg und die kommunistische Unterdrückung, die Teilung der Welt. Und sie steht für die Befreiung von der kommunistischen Herrschaft, das Ende des Kalten Krieges und die Wiedervereinigung Deutschlands. Sie dürfte die bekannteste deutsche "Marke" überhaupt sein. "Wo ist die Mauer?", "Where is the wall?", das ist die meistgestellte Frage der Millionen Berlin- Touristen. Obwohl oder gerade weil die Mauer verschwunden ist, berührt sie die Menschen immer mehr, diejenigen, die die Zeit erlebt haben, genauso wie die jüngeren, die das alles nur noch aus Schule und Fernsehen kennen.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.08.2011
"Als eine der großen politischen Ikonen der Menschheit" bezeichnet Herausgeber Klaus Dietmar Henke die Mauer im Vorwort zu seinem Sammelband. Ebenso ikonisch ragt für Barbara Bollwahn dieser 600 Seiten starke Wälzer aus dem ständig wachsenden Bücherstapel zur Mauergeschichte. Auch 20 Jahre nach ihrem Fall, wirft die Mauer noch immer lange Schatten, die das Buch mit Beiträgen von 24 Autoren bis ins Detail ausleuchtet. Als tödliche Grenze besiegelte sie einst das Schicksal der zahlreichen Flüchtigen und ist heute längst zur "politischen Metapher" geworden. So umfassend wie sein Titel zeigt diese Dokumentation für Bollwahn nicht nur die politischen Hintergründe des Mauerbaus, sondern auch die Rolle der Mauer für die deutsche Erinnerungskultur bis hin zu ihrer Verarbeitung in Literatur und Spielfilm.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.08.2011
Als eine der besten Publikationen anlässlich des 50. Jahrestags des Mauerbaus schätzt Rezensent Martin Sabrow diesen von Klaus-Dietmar Henke herausgegebenen Sammelband. Die Beiträge von 29 Autoren beleuchten für ihn die politischen Hintergründe der Errichtung der Berliner Mauer und verdeutlichen die vielen verschiedenen Perspektiven auf den sogenannten "Antifaschistischen Schutzwall" während und nach seinem Bestehen. Neben den Beiträgen über die politische Verantwortung für den Mauerbau von Thomas Lindenberger, Gerhard Sälter und Manfred Wilke hebt er die über Mauer als politische Metapher, Erinnerungsort und universelle Ikone von Marion Detjen und Leo Schmidt hervor. Ein wenig zu kurz kommt für Sabrow die Bedeutung, die die Verantwortlichen in der DDR mit dem Mauerbau in ihrem historischen Entstehungskontext verbanden. Der Band scheint ihm deutlich auf die westlichen Sicht der Mauer konzentriert. So erfährt man seines Erachtens nur wenig darüber, dass die Abschottung gegen den Westen mit der Aufforderung der Eliten der SED zu einer inneren Liberalisierung einherging.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2011
Angetan zeigt sich Rezensent Rainer Blasius von diesem Sammelband über die Mauer, den Klaus-Dietmar Henke herausgegeben hat. Die 29 Beiträge scheinen ihm überwiegend erhellend und instruktiv. Wie er berichtet, thematisiert der Band unter anderem auch die Ahndung der Gewalttaten an der innerdeutschen Grenze, die Mauer als Thema der Kunst sowie die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Besonders hebt er Michael Kubinas Aufsatz über eine interne Besprechung Erich Honeckers mit General Fritz Streletz im Mai 1974, Elena Demkes Analyse der offizielle Sprachregelung "antifaschistischer Schutzwall" sowie Marion Detjens Beitrag über die politischer Metapher der Mauer hervor. Mit Lob bedenkt er nicht zuletzt die Einleitung des Herausgebers. Sein Fazit: ein Band, der unter den Neuerscheinungen zum Thema positiv hervorsticht.
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