Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Klaas Huizing

Ästhetische Theologie

Band 3: Der dramatisierte Mensch

Cover: Ästhetische Theologie

Kreuz Verlag, München 2004
ISBN-10 3783124654
ISBN-13 9783783124651
Kartoniert, 194 Seiten, 26,90 EUR

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Klappentext

Im dritten Band seiner Ästhetischen Theologie legt Klaas Huizing eine Theateranthropologie vor, die den Beitrag von Kunst und Religion zur ästhetischen Symbolisierung eines gelingenden Lebens untersucht. Zudem enthält das Buch ein Theaterstück "Jesus am Kamener Kreuz", das eine Coverversion des Gleichnis vom barmherzigen Samariter ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.2004

Nachdem Heinz Schlaffer mit seiner These, die deutsche Literatur hätte ihre Blüte vom 18. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts unter dem Einfluss der protestantischen Theologie erlebt, für lebhafte Diskussionen gesorgt hat, sieht Friedemar Voigt die Debatte durch zwei neue Bücher wieder aufgegriffen. Dabei, stellt er befriedigt fest, zeigt sich die protestantische Theologie in "beachtlicher Form". Klaas Huizing, selbst Theologe und Schriftsteller, macht sich in seinem Buch "Der dramatisierte Mensch" daran, die These Schlaffers "inhaltlich zu präzisieren", so der Rezensent. Die bemerkenswerte "literarische Produktivität der Pfarrersöhne" seit dem 18. Jahrhundert sieht Huizing durch die "Dramatisierung der Bibel bei Hamann und Herder" hervorgerufen, bei denen "Gott zum Schriftsteller" und die Bibel selbst zum "Kunstwerk" wurde, erklärt Voigt weiter. Kunst und Religion rücken bei dem Autor also eng zusammen, wenn natürlich auch bei Huizing nicht alle Kunst religiösen Charakter hat, wie Voigt betont. Gestützt durch die Thesen von Schleiermacher und Warburg entwickelt Huizing in seinem Buch aus den "Potentialen kunstreligiösen Ausdrucks" eine "leibfreundliche ästhetische Theologie", die offenbar beim Rezensenten auf Zustimmung stößt.

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