Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kim Sichel

Avantgarde als Abenteuer

Leben und Werk der Fotografin Germaine Krull

Cover: Avantgarde als Abenteuer

Schirmer und Mosel Verlag, München 1999
ISBN-10 3888149347
ISBN-13 9783888149344
Gebunden, 367 Seiten, 75,67 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Jörg Trobitius. Germaine Krull (1897-1985) war mit Sicherheit die unkonventionellste und auch vielseitigste Frau in der Geschichte der Fotografie: eine Zeitzeugin ihres und unseres Jahrhunderts, dessen historische Ereignisse sie miterlebte und aufzeichnete. Germaine Krulls Leben spielte sich immer an den Brennpunkten des politischen, des künstlerischen und intellektuellen Geschehens ab. Von Walter Benjamin als "Verteidigerin der Festung Sachlichkeit" gefeiert, hatte Germaine Krull mit ihrem fotografischen Werk, das künstlerische, dokumentarische und kommerzielle Arbeiten umfasst, aktiven Anteil an allen Avantgarde-Bewegungen dieses Jahrhunderts. Kim Sichel, Dozentin für Kunstgeschichte an der Boston University, stellte diese erste große Monografie zu Leben und Werk der Germaine Krull zusammen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2000

Die Faszination von Leben und Werk der Fotografin Germaine Krull teilt sich in Volker Breideckers Rezension ohne Umwege mit. Über die besprochene Monografie verliert er nämlich kaum ein Wort und beschränkt sich auf die Nacherzählung des bewegten Lebens und die Einordnung des erst spät wiederentdeckten Werks in die Situation der Avantgarde Ende der zwanziger Jahre. Er sieht Germaine Krull als Muster der Reporter-Fotografin, deren Kunst gerade durch den Verzicht auf jeden Kunstanspruch, im Alltäglichen und im Seriellen die Signatur der Industrie-Moderne eingefangen habe. Für die Ausbreitung des "Neuen Sehens" schreibt er der damaligen Pariser Bildkorrespondentin der "Frankfurter Zeitung" eine "Schlüsselrolle" zu. Im letzten Drittel seiner Besprechung resümiert Breidecker das Leben Krulls von der Teilnahme an der Novemberrevolution bis zum späteren Beruf als Hotelmanagerin in Bangkok. Über die Monografie von Kim Sichel ist in erster Linie zu erfahren, dass sie "großzügig bebildert" ist - Negatives gibt es offensichtlich nicht anzumerken.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren