Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe. Wer die Mörderin ist, steht von Anfang an fest: Yasuko hat ihren gewalttätigen Ex-Mann ermordet. Doch dann bietet ihr verliebter Nachbar an, ihr ein Alibi zu verschaffen. Womit das Mathe-Genie allerdings nicht rechnet, ist, dass die Polizei einen genauso brillanten Gegenspieler engagiert, um ihm auf die Schliche zu kommen. Ishigami, der Mathelehrer, gegen Dr. Yukawa, den Physiker: Die beiden haben seit Langem eine Rechnung miteinander offen. Nun kämpfen sie gegeneinander: Ishigami, um die Wahrheit zu vertuschen, und Yukawa, um sie aufzudecken. Gelingt es ihm, der geliebten Mörderin und deren Tochter ein Alibi zu verschaffen, oder werden sie am Ende allesamt des Mordes und der Lüge überführt?
... Higashino hat den idealen Krimi für alle geschrieben, die Psychologie für Mumpitz halten und ihre Abende lieber mit einem logischen Sudoku verbringen als in der schlechten Gesellschaft irrationaler Menschen. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2012
Dies war der erfolgreichste japanische Krimi des Jahres 2005, berichtet Rezensent Fritz Göttler in einer sehr kurzen Notiz zu dem Roman. Es scheint sich um eine höchst raffinierte, an Chesterton erinnernde Geschichte zu handeln. Der Mörder war ein Freund des von der Polizei zur Klärung des Falls herangezogenen Physikers - und ein Studienkollege. Die Schlüsse, die die Polizei und ihr Mitermittler schließen, sind vom Mörder schon berechnet und schaffen ein überaus diffiziles Erzählgeflecht, das Göttler am Ende zu folgender Einsicht führt: "Die Schönheit der Liste ist die einer abstrakten Idee."
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