Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von der Wilhelm und Helene Kaisen-Stiftung Bremen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.03.2001
Bernd Ulrich bemüht sich in seiner Besprechung dieser politischen Biographie Wilhelm Kaisens, der Bürgermeister in Bremen war und heute zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten ist, um Gerechtigkeit, aber er kann seine Enttäuschung nicht verhehlen. Zwar äußert er sich anerkennend über die Nüchternheit und Vorsicht, mit der sich der Autor der Person Kaisens nähert und findet, dass sie gut zum "Pragmatismus" Kaisens passen. Doch dann bricht der Ärger über die "staubtrockene" Schreibweise Sommers hervor, und Ulrich macht seinem Unmut über "Bandwurmsätze" des Autors und den "umständlichen Aufbau seiner Beweisführung" Luft. Besonders bedauerlich findet er dabei, dass die "Konturen" von Wilhelm Kaisen durch diese Biographie "immer blasser" werden. Und so wolle er das Buch zwar nicht gänzlich schlecht machen - immerhin sei es "fleißig recherchiert"- aber am Ende blieben zu viele Fragen offen und die Lektüre sei einfach zu "dröge", so der Rezensent enttäuscht.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.01.2001
Hans-Josef Steinberg begrüßt das Erscheinen dieser Biografie ausdrücklich, nicht nur weil er sie für längst überfällig hält, sondern auch weil sie inhaltlich seiner Ansicht nach einige Stärken aufweist. So lobt der Rezensent, dass der Autor nicht nur das Politische in Kaisens Biografie ins Visier genommen hat, sondern auch das - Steinberg sehr wichtig erscheinende - Familiäre. Darüber hinaus biete Sommer hier "einen interessanten Beitrag zur Frühgeschichte der Bundesrepublik Deutschland". Steinberg, der die Rezension seinerseits nutzt, um die wichtigsten biografischen Stationen des Sozialdemokraten in Kurzform festzuhalten, weiß die intensive Quellenarbeit des Autors außerordentlich zu schätzen. So habe Sommer nicht nur Kaisens eigenen Nachlass ausgewertet, sondern auch den einiger Weggefährten, besonders was die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg betrifft. Auch die Herkunft und frühe Prägung Kaisens wird, so Steinberg, hier "kenntnisreich und einfühlsam" nachgezeichnet, auch wenn der Schwerpunkt der Biografie in der Zeit nach 1945 liege.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2000
Dies sei eine "überfällige und eindrucksvolle Biografie", schreibt Rudolf Morsey, um in seiner Kritik dann vor allem den Inhalt des Buchs nachzuzeichnen und auf den Bremer SPD-Politiker Wilhelm Kaisen aufmerksam zu machen, der seiner Meinung nach das "Prädikat Staatsmann" verdient. Im Bogen von Kaisens Jahren auf der SPD-Hochschule 1913/14 über den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Zeit und die Nazi-Zeit, die Kaisen als Kleinbauer überlebte, bis hin zu seiner Zeit als Senatspräsident des kleinsten deutschen Bundeslandes nach dem Krieg, versucht der Rezensent die Beispielhaftigkeit dieser Politiker-Biografie anschaulich darzustellen. Besonders weist er dabei auf Kaisens West-Orientierung und seine Gegnerschaft zu Kurt Schumachers "linkem Nationalismus" hin.
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