Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karl Dietrich Bracher

Geschichte als Erfahrung

Betrachtungen zum 20. Jahrhundert

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart - München 2001
ISBN-10 3421054444
ISBN-13 9783421054449
Gebunden, 320 Seiten, 27,61 EUR

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Klappentext

In diesem Buch zeigt Bracher die Grundlinien und wesentlichen Antriebskräfte des 20. Jahrhunderts, deren Folgewirkungen uns bis heute beschäftigen: die Zeitbrüche der Jahre 1918, 1945 und 1989, die totalitären Herausforderungen, das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die europäischen Diktaturen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.06.2001

Machiavelli, Montesquieu - Bracher? Hanno Helbling zufolge geht das schon in Ordnung. Schließlich hat sich der Politologe Bracher wie die berühmten M & M gleichfalls mit klassischen Texten rumgeschlagen, mit Thukydides und Tacitus, aber auch mit den späteren "Klassikern", mit Ranke und Mommsen, bevor er sich der "allerneuesten Geschichte und Politikwissenschaft" zuwandte. Einen Schlüssel zu den vierzehn Beiträgen des Bandes sieht Helbling nicht zuletzt deshalb in dem enthaltenen Aufsatz über den Widerstandskämpfer Rüdiger Schleicher. Auch hier geht es weniger um Biografie, denn um ein Modell als eine Möglichkeit, politische Grundprobleme zu betrachten. Was Bracher in seinen Aufsätzen über historische Erfahrung zu Papier bringt, schreibt Helbling, umweht ein "Hauch von Aufklärungsoptimismus", der ihr "einen trotz all ihrer Düsterkeit lebensfreundlichen Sinn" verleiht.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2001

Kurt Sontheimer würdigt in seiner Rezension vor allem das Lebenswerk des Autors und die Tatsache, dass sich Bracher nie nur als Forscher verstanden hat, sondern immer auch "politischer Pädagoge" sein wollte. Sein Anliegen sei es stets gewesen zu zeigen, was aus Geschichte für die Gegenwart und Zukunft gelernt werden kann. Diese Einstellung findet Sontheimer auch im vorliegenden Band wieder, in dem sich Bracher, wie der Leser erfährt, unter anderem mit der Bedeutung der "europäischen Einbindung der Bundesrepublik" als wesentliche Säule der Demokratie in diesem Land befasst. Besonders gut gefällt dem Rezensenten das abschließende Interview, das Werner Link "mit großer Sachkenntnis" mit dem Autor geführt hat. Hier könne der Leser nicht nur viel interessantes über Brachers Werdegang erfahren, sondern auch wesentliche Aussagen des Autors über seine Einstellung zur Demokratie und dem Lernen aus historischen Erfahrungen nachlesen. Sontheimer ist voll des Lobes und bezeichnet Bracher gar als "Vorbild" für die "Nachgeborenen".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren