Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kari Herbert, Huw Lewis-Jones

77 Grad Süd

Entscheidung am Südpol

Cover: 77 Grad Süd

Theiss Verlag, Stuttgart 2011
ISBN-10 3806225559
ISBN-13 9783806225556
Gebunden, 192 Seiten, 29,95 EUR

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Klappentext

77 Grad Süd: Das hier gelegene Ross-Schelfeis ist der Ausgangspunkt für zahlreiche Expeditionen in die Antarktis. Die bis zu 30 Mio. km² große Eiswüste zieht seit Jahrhunderten Entdecker und Forscher in ihren Bann. Am 14. Dezember 1911 endete das dramatische Wettrennen zum Südpol mit Roald Amundsens knappem Sieg. Dieser sollte jedoch für immer vom Schicksal seines Rivalen Robert F. Scott überschattet bleiben, der nur vier Wochen nach ihm den Südpol erreichte und beim Rückmarsch ins Basislager ums Leben kam. Als Kurator am Scott Polar Research Institute hat der Autor Huw Lewis-Jones direkten Zugriff auf originale Zeugnisse. Mit Schwerpunkt auf Scotts Terra-Nova-Expedition schildert dieser Band die Abenteuer der Entdecker, ihre Forschungsreisen und den Wettlauf zum Südpol.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2011

Lieber doch gleich zu Diana Prestons Buch "In den eisigen Tod" greifen, rät uns Tilman Spreckelsen. Es sei denn der Leser möchte unbedingt im Steinbruch dieses Buches an die Arbeit gehen. Den Ansatz der beiden Autoren Huw Lewis-Jones und Kari Herbert, die so oft erzählte Geschichte von Amundsen und Scott in den weiteren Kontext aller zuvor gescheiterten Südpolexpeditionen zu stellen, findet der Rezensent zwar legitim. Die Umsetzung überzeugt ihn allerdings überhaupt nicht. Zu ungenau wurde recherchiert, zu oft wird der Leser ohne Erläuterungen mit den Quellentexten alleingelassen, kritisiert Spreckelsen. Hinzu kommen Übersetzungsfehler und Vertauschungen, und dass der Band keine vernünftige Karte der Antarktis enthält, kann Spreckelsen nicht begreifen. Sein Ratschlag: Vorsicht mit diesem anregenden, aber insgesamt unbefriedigenden Steinbruch von einem Buch.

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