Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karen Michels

Transplantierte Kunstwissenschaft.

Die deutschsprachige Kunstgeschichte im amerikanischen Exil

Akademie Verlag, Berlin 1999
ISBN-10 3050032766
ISBN-13 9783050032764
Gebunden, 255 Seiten, 50,11 EUR

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2000

Ulrich Raulff bespricht diesen Band zusammen mit Ulrike Wendlands "Biographischem Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil" (Verlag K.G. Saur).
Anders als Wendlands Handbuch bietet Michels "Transplantierte Kunstwissenschaft" nach Auskunft des Rezensenten eine eher problemorientierte Studie zu den Lebenszusammenhängen der Exilierten. An der Studie gefällt ihm vor allem, dass sie neben den Einzelschicksalen der Exilanten auch die Frage berührt, inwieweit die Emigranten "einen spezifischen Beitrag zur englischen und nordamerikanischen Kunstgeschichte und Sammlungskultur geboten haben". Am Beispiel der internationalen Rezeption der Ikonologie belege sie den Einfluss dieser von deutschen Exilanten importierten Denkrichtung. Auch das Klischee vom "kunsthistorisch ungebildeten Amerika" wird von Michels Studie korrigiert. Der Rezension von Wendlands Handbuch räumt Raulff vergleichsweise wenig Raum ein, lobt aber, dass es mit "allen Schwächen und Stärken einer Enzyklopädie" auch den Randfiguren unter den Kunsthistorikern Raum gibt, und sich auch mit denjenigen beschäftigt, die es nicht mehr schafften zu emigrieren und die entweder in der inneren Emigration lebten oder ins KZ kamen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.05.2000

Andreas Strobl bespricht das buch zusammen mit dem "Biographischen Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil" von Ulrike Wendland (K.G. Saur Verlag). Er beginnt seine Rezension mit einem geschichtlichen Ausblick über die Emigration unter den Kunsthistorikern aus Deutschland und Österreich. Einer der berühmtesten - und dennoch hierzulande wieder wahrgenommenen - Emigranten ist der Kunsthistoriker aus Hamburg, Erwin Panowsky. 1933 reiste er nach Amerika aus, wo er sein Fach bleibend prägte, indem er die "Ikonologie" Aby Warburgs, "die interpretative Verbindung von Bildsprache" und Kulturgeschichte, weiterentwickelte. Die Rezension beleuchtet die wenig bekannte Tatsache, dass kein anderes Fach ein solches Ausbluten während der Nazizeit erfahren habe: 250 Kunsthistoriker seien nach 1933 "in die Emigration gezwungen" worden. Die Forschungsarbeiten von Ulrike Wendland und Karen Michels würden gleichzeitig - und unabhängig voneinander - mehr Licht auf die Schicksale dieser Wanderer zwischen der Welten werfen. So biete Michel ein "Handbuch" mit 250 Emigrantenbiografien , während Wendland sich eher verschiedenen Exilländern zuwende. Aus beiden Abhandlungen gehe hervor, dass nur die wenigsten Exilkunsthistoriker zurück in die Heimat wollten, die meisten Stellen seien ehe von alten Kollegen besetzt worden.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren