Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kai Michel

Vom Poeten zum Demagogen

Die schriftstellerischen Versuche Joseph Goebbels`. Reihe: Literatur in der Geschichte. Geschichte in der Literatur. Band 47

Böhlau Verlag, Köln 1999
ISBN-10 3412155985
ISBN-13 9783412155988
Gebunden, 185 Seiten, 24,54 EUR

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.06.2000

Ulrich Höver hat einen Verriss geschrieben, dessen milder Ton den Leser erst ein bisschen darüber täuscht, wie ernst es ihm ist. Er stellt fest, dass - entgegen der Behauptung des Autors - die schriftstellerischen Versuche Goebbels` bereits "von der Forschung untersucht" worden sind. Dass der Autor sich mit literarischen Analysen "nicht aufhält", nimmt der Rezensent noch hin, aber Michels Versuch, Goebbels als Konservativen darzustellen, dessen Ideologie im kleinbürgerlichen Milieu und der frommen Erziehung wurzele, lässt er nicht mehr durchgehen. Hier nimmt Höver den Autor fest bei den Ohren: Ob Michel denn nicht das Tagebuch von Goebbels kenne, in dem der spätere Propagandaminister erklärt hat, `dass uns noch viel weniger mit dem westlichen Kapitalismus verbindet als mit dem Bolschewismus`? Ob er nicht wisse, dass Goebbels nur bei den Kommunisten Menschen gefunden hat, `die innerlich so denken und fühlen wie wir`? Oder dass Goebbels in seiner Ablehnung der Juden fast wortwörtlich Marx zitiert? Streng erinnert er den Autor an Karl Dietrich Bracher, der schon vor Jahrzehnten darauf hingewiesen habe, dass der Nationalsozialismus ebenso revolutionär wie konservativ gewesen sei, und man deshalb auch der `unbequemen Frage nach seinen revolutionären Komponenten` nachgehen müsse. "Genau das wird immer wieder vergessen", schimpft der Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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