Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jutta Bauer, Wolfgang Amadeus Mozart

Bona Nox

Für jedes Alter

Cover: Bona Nox

Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2005
ISBN-10 3806751005
ISBN-13 9783806751000
Gebunden, 32 Seiten, 7,50 EUR

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Klappentext

"Bona nox, bist ein rechter Ochs, bona notte, liebe Lotte ...", so beginnt ein bekanntes Kinderlied, das Mozart gedichtet und komponiert hat. Jutta Bauer macht daraus eine Bilderbuchgeschichte, in der der Ochs und die Nacht einer verirrten Lotte mächtig Angst einjagen wollen. Doch Lotte lässt sich nicht einschüchtern und findet nach Hause in ihr warmes Bett. Gute Nacht, liebe Lotte! Ein Einschlaf- und Angst-Verscheuchbuch, das Kindern auch noch verrät, was "gute Nacht" auf Latein, Italienisch, Französisch und Englisch heißt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.01.2006

Jens Thiele kann sich niemand Geeigneteren vorstellen als Jutta Bauer, um das "lustig-respektlose" Schlaflied von Wolfgang Aamadeus Mozart zu illustrieren. Ihre in Aquarelltechnik gezeichneten Bilder hätten genau jene "spielerische Leichtigkeit", die auch Mozarts Komposition und Text auszeichnet. Thiele hat den Eindruck, dass "Bona Nox" und - 220 Jahre später - das vorliegende Bilderbuch "scheinbar nebenbei" entstanden sind, als "kleine Fingerübung" der Zeichnerin Bauer und des Komponisten Mozart. Bauer habe sich an den Liedtext gehalten und daraus ein "kleines nächtliches Drama" entworfen, dass nicht zuletzt durch die häufigen Wechsel zwischen Nahaufnahme und Totale voller Bewegung bleibt und einen "genialen Höhepunkt" aufweist, der nach Thieles Dafürhalten bestimmt Mozarts Zustimmung gefunden hätte.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.10.2005

Rezensentin Eleonore Brüning hat Zweifel, ob Mozart an diesem Buch tatsächlich solche Freude gehabt hätte, wie es der Kommentar zum Buch behauptet. Denn sie kann darin nur die handelsüblichen Wunderkind-Mutmaßungen über den Komponisten entdecken. Der Text zu dem berühmten Kanon ist zu ihrem Leidwesen außerdem "ins Niedliche verbogen" und "von allen Unanständigkeiten bereinigt", worüber sich auch der Kommentar "schamhaft" ausschweige. Natürlich versäumt es die Rezensentin nicht, zur Korrektur der "Saubermann"-Version dieses Bilderbuchs den echten Mozarttext zu zitieren, samt der Aufforderung "scheiß' ins Bett, daß' kracht!" Der nämlich gibt dem Lied erst die rechte Würze, findet sie, und rümpft die Nase über das sauber ausgemalte Büchlein.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren